Tagebuch – Bürgermeister-Radtour in die Partnerstadt Rybnik – zweite Etappe
Tag 4:
Freitag, 2. August 2019
– Görlitz (D) nach Bolkow (PL) – 122 km
Straßen wie Baumkuchen
Von unserem wunderschönen Hotel „Dein Gutshof“ in einem kleinen Dorf vor Görlitz ging es durch die Altstadt über die Neiße-Brücke in den polnischen Teil der Stadt. „Das ist gelebtes Europa“, bemerkte Marita Kipinski tief bewegt.

Straßen wie Schichten eines Baumkuchens
Weiter ging es über furchtbare Schotterstrecken der Kategorie „Marita Spezial“. Hier gab es auch das erste Opfer in der Gruppe zu beklagen. Das vordere Schutzblech von Paul Schulte-Huxels Rad verabschiedete sich mit einem lauten Knall. In Polen gibt es übrigens nicht nur schlechte Schotterwege, sondern auch asphaltierte Straßen, die mehr Schichten als ein Baumkuchen aufweisen. Die Schlaglöcher waren dabei so tief, dass sich die Gruppe auf Adam Juzeks Grubenwehrerfahrung verlassen musste.

Nach den ersten 30 km folgten dann allerding wunderschöne Strecken durch Niederschlesien mit traumhaften Ausblicken auf hügelige Landschaften und romantische Flüsse.
Sonnenblumenöl statt Olivenölbehandlung
Die Olivenölbehandlung von Maritas Sattel führte übrigens nicht zum gewünschten Erfolg. Hier schlug der Bürgermeister vor, es am Abend mal mit Sonnenblumenöl zu versuchen.

Nach einer Zwischenstation im schönen Städtchen Löwenberg in Schlesien (Lwówek Śląski) wurde aus der Gruppe eine reine Männergesellschaft, denn Maritas Akku war leer und damit ihre Nase voll. Ihr gutes Näschen bewahrte sie allerdings vor einem streckenmäßigen Desaster, dem der Bürgermeister zum Opfer fiel.
Kunstvoller Abstieg vom Rad
Nach einem heftigen Anstieg mit 200 Höhenmetern auf einem tief ausgefahrenen Feldweg folgte eine abenteuerliche Abfahrt, die Tobias zum Fliegen animierte. Der kunstvolle Abstieg vom Rad führte zum Glück nur zu ein paar Schrammen: „So leicht lässt der sich nicht stürzen“, spottete Marita.

Vollkommen fertig und nach 122 km sowie über 1200 Höhenmetern kamen unsere fünf Radler im polnischen Bolkow an der Unterkunft „Villa Elizabet“ an. Am Abend gab es dann mit Żurek (saure Mehlsuppe) sowie Pierogi (eine Art Maultauschen) und viel Piwo (Bier) ein echtes polnisches Nachtmahl.
Später übten sich alle in lautem Schnarchen, was man bis in die Heimat gehört haben dürfte.
Fotos: Stadt Dorsten

Info:
Spendenaufruf: Die Partnerstadt-Radtour nach Rybnik ist verbunden mit einem Spendenaufruf für das Dorstener Frauenhaus. Wer diese Einrichtung unterstützen möchte, kann seine Spende einzahlen auf die Konten des Vereins „Dorsten dankt Dir“
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(ist erst ab 200 Euro beim Finanzamt erforderlich, bis dahin reicht der
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Zwei Etappen: Die Tour nach Rybnik ist aufgrund der Streckenlänge zweigeteilt. Die erste Etappe führte vom 20. bis 26. Mai nach Hainichen in Sachsen, Teil zwei der Tour von Hainichen nach Rybnik folgt derzeit vom 30. Juli bis 07. August.
Alle Teilnehmer zahlen die Reisekosten aus eigener Tasche. Bürgermeister Stockhoff hat für die Tour Urlaub genommen.




























