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Brustkrebs ist keine Frauensache – Oktoberfest mit Sinn in Wulfen

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Wulfener Unternehmer machen sich stark. Erstes Benefiz – Oktoberfest am Brauturm für brustkrebserkrankte Frauen und Männer.

Es ist die erste Benefiz – Veranstaltung mit „eigener Leidensgeschichte“ für den Verein „für an Brustkrebs erkrankte Frauen und Männer“ unter dem Motto: Wulfen wird pink.

Diese findet am 4. Oktober in Wulfen auf dem Parkdeck am Brauturm statt.

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Am Samstag wurde die Oktoberfestwoche in Wulfen offiziell eröffnet. Die Organisatoren Thorsten Lehrke von ´killefitt`, Bianca Steinhoff und Susanne Scholz-Plaumann machten auf dem Parkplatz am Brauturm noch einmal auf die anstehende Charité aufmerksam und rühten kräftig die Werbetrommel.

Oktoberfest Brustkrebserkrankung Wulfen
Die Initiatoren des außergewöhnlichen Oktoberfestes: Bianca Steinhoff (l.). Thorsten Lehrke von ´killefitt` und Susanne Scholz-Plaumann. Foto: Petra Bosse

 „Wir wollten heute noch etwas Werbung machen, um den Wulfener dieses Fest ein bisschen ans Herz zu legen, dass sie auch wirklich am 4. 10. kommen, denn es ist uns wichtig, möglichst viel Geld für brustkrebserkrankte Frauen und Männer zu sammeln“, sagt Susanne Scholz-Plaumann.

Sensibilität für Brustkrebs stärken

Die rosa Schleife „Pink Ribbon“, wie sie auch derzeit überall am Brauturm zu sehen ist, steht nicht nur in Wulfen, sondern heute weltweit als unverkennbares Symbol im Bewusstsein gegen Brustkrebs. Ziel ist es, gemeinsam die Sensibilität für Brustkrebs zu stärken.

Selber höchst sensibilisiert von dieser Erkrankung sind Susanne Scholz-Plaumann und Bianca Steinhoff. Beiden Frauen erkrankten vor Jahren an Brustkrebs. Erschwerend hinzugekommen sei, so Scholz-Plaumann, der Tod ihrer Mutter Anfang des Jahres. „Dadurch haben wir viel mit Thorsten Lehrke zusammengearbeitet und sind dadurch auf die Idee gekommen, auch mal etwas selber anzupacken, selber eine Veranstaltung zu machen, Gelder für Selbsthilfegruppen zu sammeln, anstatt nur zu reden. Wir Betroffene wissen genau, wo die Probleme liegen und wo das Geld fehlt. Deshalb möchten wir hier nun durch Spenden helfen“.

Die Organisatoren setzen hierbei auf viele und große Unterstützer. Und diese gebe es, erzählt Scholz-Plaumann, nicht nur aus Dorsten, sondern auch aus dem benachbarten Raesfeld – Erle.

Keine Sache des Alters

Die schreckliche Diagnose Brustkrebs kann jeden treffen, denn Brustkrebs sei, so Scholz-Plaumann, keine Sache des Alters. „Früher haben wir immer gedacht, dass nur ältere Frauen an Brustkrebs erkranken, aber heute ist es mittlerweile so, dass ganz viele über 30 und 40 Jahren davon betroffen sind. Es gibt keine Altersgrenze nach unten und das wissen viele nicht“.

Keine reine Frauengeschichte

Unbekannt sei auch, dass nicht nur Frauen an Brustkrebs erkranken, sondern im Moment zwei Männer in Dorsten ebenfalls, was auch viele nicht wissen. „Man denkt immer, das sei keine reine Frauengeschichte. Mit Sicherheit sind zwar im Wesentlichen mehr Frau davon betroffen, sprich fast jede vierte Frau in Deutschland, und die Zahl an Erkrankungen steigt ständig“.

Unternehmer Thorsten Lehrke, fit und gesund, hat sich im Vorfeld ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. Der Grund für ihn als Nichtbetroffener bei der Charité-Veranstaltung mitmachen sei einfach erklärt, wie er lachend sagt. „Damit möchten wir alle Wulfener mit diesem Thema „Brustkrebs bei Frauen und Männer“ ins Boot holen und gleichzeitig eine tolle Party für Frauen und Männer in Wulfen implementieren, wozu Jung und Alt, sowie alle, die Spaß am Feiern haben, herzlich eingeladen sind“.

Platz bietet das Zelt für 300 Leute, es kann, je aber, so Susanne Scholz-Plaumann, je nach Nachfrage auf 500 Personen erweitert werden. „Umso mehr Menschen kommen, umso besser“.

Petra Bosse

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