StartPolitikSPDSchockstarre überwunden - Friedhelm Fragemann schaut nach vorne

Schockstarre überwunden – Friedhelm Fragemann schaut nach vorne

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SPD-Stadtverband nominiert Friedhelm Fragemann als Spitzenkandidaten.

Friedhelm Fragemann: „Mit der SPD ist auch in Zukunft in Dorsten zu rechnen“.

Wie der Dorstener Stadtverband mitteilt, bedauere die SPD den Entschluss von Jennifer Schug, dass sie aus persönlichen Gründen ihre Kandidatur zur Bürgermeisterin zurückgezogen habe. Auch, dass sie alle ihre politischen Ämter niederlegte.

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Gleichzeitig danken die Dorstener Sozialdemokraten Jennifer Schug für ihren außerordentlich engagierten Einsatz für die Bürgerschaft in den vergangenen vier Jahren in Dorsten.

Kommunalwahl 2020. Wie geht es aber nun weiter? Für Friedhelm Fragemann bedeute es nun, dass er zwar als Spitzenkandidat der SPD, nicht aber für das Bürgermeisteramt kandidiere.

Ich bin kein Parteisoldat

In der Stadtverbandsvorstandssitzung am Montag hat die SPD nahezu einmütig den amtierenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Ratsfraktion aufgefordert, sich als Spitzenkandidat und erster Ansprechpartner der Sozialdemokraten für die Kommunalwahl im September zur Verfügung zu stellen.

Friedhelm Fragemann hat sich in dieser schwierigen Situation bereit erklärt, erneut Verantwortung zu übernehmen. Und ja, so Fragemann, ich kann es mir vorstellen. „Ich bin kein Parteisoldat, aber ich weiß, was Verantwortung bedeutet und nehme diese Verantwortung jetzt an“, so Fragemann.

SPD beweist Handlungsfähigkeit in Dorsten

Eigentlich habe er nicht daran gedacht, jemals Politikpensionär zu werden, fügt er lachend hinzu. Mit dieser schnellen Entscheidung in einer schwierigen Situation habe die SPD Dorsten jedoch Handlungsfähigkeit bewiesen. Friedhelm Fragemann: „Mit der SPD ist auch in Zukunft zu rechnen“.

Auch zur Frage, warum Jennifer Schug diese Entscheidung getroffen habe, möchte Fragemann nicht weiter nachkarren. Jedoch, so Fragemann, sei der Zeitpunkt äußert schlecht gewesen und habe ihn kurzfristig in eine Schockstarre versetzt. „Nach 40 Jahren Politik überrascht mich nicht mehr ganz so viel. Deshalb habe ich es auch schnell überwunden. Für mich ist jetzt der absolute Punkt erreicht, wo ich meinen Blick nur nach vorne richte. Die Vergangenheit lasse ich zurück und bereite für die anstehende Kommunalwahl Dinge vor, die für uns als SPD Dorsten besonders wichtig sind“.

Dazu gehöre besonders „Weg mit der Schrottimmobilie Habiflex-Haus“ und der Wulfener Markt. „Wir haben in Dorsten viele Baustellen, auch im Bereich Schule“, so Fragemann.

Kleinere Klassen und bessere Hygienestandarts

Mit Blick auf die Dorstener Schulpolitik, könne man nun die Erfahrung aus der Coronakrise nutzen, beispielsweise kleinere Klassen einrichten. „Wir müssen diese Käfighaltung von übergroßen Klassen mit Schülerzahlen von bis zu teilweise 30 Mädchen und Jungen beenden. Das ist für einen so reichen Staat wie Deutschland ein Armutszeugnis und in jeder Hinsicht ein Unding“. Auch mit Blick auf die bestehende Corona-Pandemie und die dadurch entstandenen verbesserten Hygienemaßnahmen in Schulen möchte sich Fragemann einsetzen. „Die Hygiene-Standards in diesen Bereichen sind durch die Corona-Maßnahmen deutlich verbessert worden, unter anderem auch, weil die Stadt dazu gezwungen wurde“, fügt er hinzu.

Keine Diskussionen bei AfD Veranstaltungen

Mit Blick auf den Wahlkampf werde und müsse sich die SPD auch der AfD bei Podiumsdiskussionen, die auf Einladung von Dorstener Institutionen und Verbänden stattfinden, mit ihren Spitzenkandidaten stellen. „Natürlich können wir die AfD nicht ignorieren. Wir müssen uns sogar denen in Diskussionsrunden stellen, denn sie haben ja nichts zu verkaufen. Außerdem drängen wir sie, wenn wir es nicht machen und total ignorieren, in eine weitere Märtyrerrolle. Das wird sie nur stärken“. Fakt jedoch sei, dass die Sozialdemokraten an keiner Veranstaltung zu der die AfD einlädt teilnehmen werde. „Da stimme er mit der Haltung des Bürgermeisters Stockhoff überein“, unterstreicht Fragemann.

Jetzt gelte es jedoch, zusammenzustehen und nach vorne zu schauen. „Wir wollen den guten Mix unserer Kandidaten aus Erfahrung und neuen Ideen nutzen, um inhaltliche Schwerpunkte, wie z. B. Schule, Soziales und Stadtentwicklung, voranzubringen“.

Die abschließende Entscheidung trifft eine Delegiertenkonferenz am kommenden Donnerstagabend.

Petra Bosse

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