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Zwei Wölfe auf Beutezug – LANUV bestätigt Risse

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Gloria von Wesel ist nicht alleine für Tierrisse im Schermbecker Wolfgebiet verantwortlich. Untersuchungen bestätigen sicher einen zweiten Wolf

Bestätigt werden nun auch nach genetischen Untersuchungen, dass die zwei toten Hirschkälbern am 14. Juli 2020 dem Wolf, sprich Glorias Bruder, mit der Kennung GW1587m zugeordnet werden kann. Die Wölfin GW954f wurde zuletzt am 30. Juli 2020 an gerissenen Schafen in Bottrop identifiziert.

Umweltministerin Heinen-Esser: „Eine derartige Häufung von Übergriffen auf Nutztiere wurde bisher noch nicht beobachtet. Wir werden diese detailliert untersuchen.“

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Nach den in den zurückliegenden Wochen wiederholten Übergriffen auf Schafe und Damtiere im Wolfsgebiet Schermbeck drückte letzte Woche Umweltminister Ursula Heinen-Esser ihr Bedauern aus.

Aktuell verweist die Umweltministerin darauf, dass LANUV zurzeit die insgesamt elf Fälle dokumentiert und die Genproben analysieren lässt, um die Vorfälle zu bewerten. Dabei werde laut Esser auch geprüft, ob es sich hierbei um Übergriffe der bereits im Gebiet bekannten Wölfe handelt. Die Ergebnisse der Bewertung werden für Ende September erwartet.

Männlicher Wolf mit der Kennung GW1587m

Neben der ortstreuen Wölfin GW954f konnte das LANUV im April das Vorkommen eines weiteren männlichen Wolfes mit der Kennung GW1587m im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigen.

Bestätigt werden nun auch nach genetischen Untersuchungen, dass die zwei toten Hirschkälbern am 14. Juli 2020 dem Wolf, sprich Glorias Bruder, mit der Kennung GW1587m zugeordnet werden kann.

Weiter heißt es, dass dieser Wolf auch in den zurückliegenden Monaten anhand mehrerer Losungsfunde im Gebiet nachgewiesen konnte.

Die Wölfin GW954f wurde zuletzt am 30. Juli 2020 an gerissenen Schafen in Bottrop identifiziert. Damit steht nun nach bundesweit abgestimmten Monitoringstandards fest, dass sich im Wolfsgebiet Schermbeck zwei Wölfe dauerhaft aufhalten.

Lage soll neu bewertet werden

Ursula Heinen-Esser: „Eine Häufung von Übergriffen wie in diesem August wurde bisher noch nicht beobachtet. Die Vorfälle werden wir auch vor dem Hintergrund der nachgewiesenen Anwesenheit eines zweiten Wolfs genau bewerten. Sobald die Untersuchungsergebnisse des LANUV und des Senckenberg-Instituts vorliegen, werden wir die Lage auf aktueller Basis neu bewerten und die beteiligten Stellen zu einer erneuten Erörterung des Themas einladen.“

Keine voreiligen Schlüsse ziehen

Obwohl die Ergebnisse noch ausstehen, werden aus verschiedenen Richtungen Forderungen zur Entnahme von Wölfen laut, die aus Sicht des Menschen ein problematisches Verhalten aufweisen.

Hierzu sagt Heinen-Esser: „Nutztierrisse sind enorme Belastungen für die Herden und die betroffenen Tierhalterinnen und Tierhalter. Daher müssen wir die Weiden so gut es geht schützen. Zugleich müssen wir beachten, dass der Wolf nach dem europäischen Naturschutzrecht eine streng geschützte Art ist. Ich appelliere daher an alle Betroffenen und Beteiligten, keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen und die Untersuchungsergebnisse zu den aktuellen Vorfällen abzuwarten.“

Heinen-Esser betont, dass die betroffenen Schäferinnen und Schäfer vor Ort hatten im vergangenen Jahr und den zurückliegenden Monaten mit finanzieller Unterstützung des Landes Ihre Weiden zusätzlich sichern konnten. Sie verweist darauf, dass dabei sich insbesondere der Einsatz von Herdenschutzhunden als sehr erfolgversprechend erwiesen habe.

Als eine konkrete Maßnahme prüfe nun das Umweltministerium aktuell, ob in einzelnen Fällen auch dann Herdenschutzhunde finanziert werden können, wenn sie in kleinen Schafherden von weniger als 100 Schafen eingesetzt werden.

Leben mit dem Wolf zu managen

Darüber hinaus werde das Umweltministerium ergänzende Verfahren zur amtlichen Beweissicherung etablieren, um gegebenenfalls erforderliche rechtliche Fragestellungen nach Paragraph 45 Bundesnaturschutzgesetz rechtsicher beurteilen zu können.

„Im engen Dialog mit allen Betroffenen und Beteiligten, den Experten des LANUV und den vor Ort zuständigen Behörden bemühen wir uns nach Kräften, die Ansprüche der Bevölkerung in der Region bestmöglich zu erfüllen und das Leben mit dem Wolf zu managen“, so Heinen-Esser.

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