StartAllgemeinMenschen mit Behinderung dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Menschen mit Behinderung dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Veröffentlicht am

Symbolfoto: Pixabay

Ulla Schmidt: Teilhabe darf in Corona-Zeiten nicht auf der Strecke bleiben

Lebenshilfe fordert, dass bei allen Pandemie-Maßnahmen die Folgen für Menschen mit Behinderung mitgedacht werden müssen

Berlin. Die steigende Zahl an Corona-Infektionen macht Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, große Sorgen: „Nun beraten wir wieder über Regeln, um Kontakte und Infektionen zu vermeiden. Dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien besondere Bedarfe haben, wurde im Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Krise zunächst nicht berücksichtigt. Das darf nicht noch einmal passieren“, betont die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Gesundheitsministerin. Der Bundesvorstand der Lebenshilfe hat deshalb ein Positionspapier mit einer Reihe von Forderungen verabschiedet. 

Menschen mit Behinderung sind besonderen Risiken ausgesetzt

Menschen mit Behinderung sind häufig besonderen Risiken ausgesetzt, da sie teils wegen bestehender Vorerkrankungen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe haben. Auch können sie präventive Maßnahmen wie Abstandhalten oft schwieriger umsetzen, da sie häufig auch auf körpernahe Unterstützung angewiesen sind. Mit der Schließung von Tagesstätten, Schulen wie auch Werkstätten für behinderte Menschen und mit Besuchsverboten im gemeinschaftlichen Wohnen waren sie lange Zeit in Wohnstätten und Familien von der Außenwelt abgeschnitten und isoliert.

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Alle müssen aus diesen Erfahrungen lernen. Daher fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe in ihrem Positionspapier, dass bei allen staatlichen Maßnahmen vorab überprüft wird, welche Auswirkungen sie auf Menschen mit Behinderung und ihre Familien haben. Es darf nicht sein, dass durch Corona die mühsam erreichte Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung in Frage gestellt wird und sie von dringend notwendigen sozialen Kontakten abgeschnitten werden.

Ulla Schmidt: „Die Corona-Pandemie und ihre Folgen stellen uns alle vor noch nie gekannte Herausforderungen. Wir müssen aber unbedingt verhindern, dass Menschen mit Behinderung und ihre gleichberechtigte Teilhabe auf der Strecke bleiben.“

Hier kommen Sie zum Positionspapier der Bundesvereinigung Lebenshilfe: www.lebenshilfe.de

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Für körperbehinderten Freund: Zwei Brüder radeln durch Europa

Seit über 17 Jahren sind Leo und Thomas mit Maceo befreundet. Sie gingen zusammen in den Kindergarten, wuchsen gemeinsam auf und wurden Freunde fürs Leben....

Mit Geschichten Kindern den Weg zum Lesen öffnen: Dorsten sucht Lesepaten

Vorlesen unterstützt Kinder beim Spracherwerb, erweitert den Wortschatz und weckt die Neugier auf Bücher. Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ engagiert sich seit 24 Jahren in...

DTC Jüntgen feiert historischen Meistertitel vor heimischer Kulisse

Der Dorstener TC Jüntgen hat das erfolgreichste Wochenende seiner Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Bei der erstmals im Final-Four-Format ausgetragenen Endrunde der...

Radfahrer nach Unfall am Lippe-Deich geschlagen und geflüchtet

Nach einem Zusammenstoß zweier Radfahrer am Lippe-Deich in Dorsten sucht die Polizei nach einem bislang unbekannten Mann. Er soll seinen Unfallgegner nach dem Sturz geschlagen...

Klick mich!