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Taxis stehen in Dorsten still – Guido Heethey kämpft

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Dorsten. Die Flotte steht. Zumindest die meisten der sechs Taxis und der fünf Mietwagen des Taxiunternehmens und der einstigen stolzen Flotte von Guido Heethey. „Irgendwann wird es uns in Dorsten nicht mehr geben“, sagt Taxi-Unternehmer Guido Heethey.

Schwer getroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie ist auch das Dorstener Taxiunternehmen. Der regelrechte Stillstand des öffentlichen Lebens und die daraus resultierenden drastisch zurückgegangenen Fahrgastzahlen werden sich in den nächsten Wochen schwer auf das Geschäft auswirken.

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Feste sorgten früher für volle Taxis

Seit 24 Jahren ist der 57-jährige Dorstener mit seinen Taxis und Mietwagen in der Stadt unterwegs. Jetzt glaubt er nicht mehr daran, dass sein Betrieb den zweiten Lockdown übersteht. Eine Alternative, um aus diesem finanziellen Loch wieder herauszukommen, sieht der Unternehmer derzeit nicht.

Bereits seit März leidet das Taxiunternehmen mächtig, doch nun stehen sie buchstäblich vor dem Ruin. Keine Feste mehr: Die Absage der Schützenfeste, Sommerfeste, Lichterfest, Altstadtfest, Herbst, Konzerte und vieles mehr sorgen für den Stillstand der Wagen. „Mit den Fahrten während der Schützenfesttage und auch der Stadtfeste kamen wir immer gut durch das Jahr. Diese Fahrten brauchten wir als Unternehmen“, so der Unternehmer. Schon deshalb, da mittlerweile auch immer Menschen aufs Fahrrad steigen.

Politische Fehlentscheidungen treffen Taxi-Branche

„Sämtliche politischen Entscheidungen treffen unsere Branche hart. Ein soziales Leben findet nicht mehr statt“, sagt Heethey. Und er bezweifelt stark, dass das Land durch die jetzigen Maßnahmen die Infektionskette drastisch runterfahren kann. Für ihn sei die Entscheidung, Gaststätten und Restaurants zu schließen, eine komplette Fehlentscheidung gewesen. Es sei der „gleiche Mist“ wie damals mit dem Nichtrauchergesetz in Kneipen. Erst eingeschränkt, dann wurde das Rauchen komplett verboten. Das habe zu einem großen Kneipensterben in Dorsten geführt, ärgert sich der Unternehmer über die schlechte Politik. Und jetzt wieder das Gleiche.

„Restaurants müssen schließen. Dadurch spielt sich jetzt alles zuhause ab. Da gibt es keine Hygieneregeln. Wer hier von den Gästen auf die Toilette möchte, setzt sich doch auf dem Weg durchs Wohnzimmer keine Maske auf“, schimpft der Taxunternehmer über die Fehlentscheidung, dass alle Restaurants schließen müssen. Er prognostiziert mit Blick nach Silvester, das doppelte an Infektionenszahlen.

Bereits schon während des ersten Lockdowns, war Stillstand angesagt und die Kassen leerten sich.

Soforthilfe verpuffte sofort

Da halfen auch die 25.000 Euro Soforthilfe, die er laut Tabelle für seine durchschnittlichen vom Land berechneten 11,9 Mitarbeiter erhielt, nicht, so Heethey. Dieses Geld war regelrecht ein Tropfen Wasser auf dem heißen Stein: Kaum war das Geld auf dem Konto angekommen, sei es nur so weggezischt. Der größte Schwachsinn jedoch sei laut Heethey, dass diese sogenannte „Nothilfe“ am Ende nur ein Bruttobetrag gewesen ist.   

Und wie geht es weiter? Die Taxifahrer halten die Stellung. Und das, obwohl die Beförderungen am Abend und in der Nacht so gut wie auf null runtergingen. Regelmäßig gefahren werden noch wie Guido Heethey sagt, Patienten z.B. zur Dialyse, zum Arzt und Schulfahrten.

Zwei Autos wird er verkaufen müssen. „Und dann schauen wir mal, dass wir in eine Neuorientierung kommen“, so Heethey. Er hofft jedoch, die Krise zu meistern, weiß aber auch, dass viele Solo-Selbständige und andere Betriebe derzeit den „Bach runtergehen“.

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