„Hier bei uns wohnen zu viele ältere Menschen in zu großen Häusern. Auf der anderen Seite suchen viele junge Familien in Hervest geeigneten Wohnraum“, weiß Johannes Wulf. Er ist Bewohner des Marienviertels und Mitglied in der Steuerungsgruppe bei der „Initiative Zukunft Marienviertel“. „Unser Viertel verliert an Attraktivität bei jungen Familien, zumal wir auch keine Grundschule mehr vor Ort haben“, fährt er fort.
Vor fünf Jahren gründete sich die Initiative mit ihrer Sprecherin Maria Hoffrogge. Die Gruppe ist auch in der Hervestkonferenz vertreten, setzt sich aber hauptsächlich für die Belange des Marienviertels ein. „Anlass war die Schließung der alten Wichernschule.
Es folgten Aktionen zur Erhaltung des Freibades, das zu Hervest und nicht wie allgemein angenommen zu Holsterhausen gehört, sowie Programme gegen ein geplantes Windkraftprojekt in der Gälkenheide“, erklärt Johannes Wulf. „Wir waren die erste Bürgerinitiative in Dorsten, die für etwas gegründet wurde und das gemeinsam mit den Verantwortungsträgern umzusetzen plant, und nicht gegen übergestülpte Beschlüsse agieren muss, weil sie sich zu spät eingemischt hat“, fährt er fort. „Wir haben den Mut, Ideen zu äußern und Entscheidungen für die Zukunft anzumahnen.“
Die „Initiative Zukunft Marienviertel“ setzt sich verstärkt um die Aufwertung des Marienviertels ein. Dennoch ist die Zusammenarbeit mit der Hervestkonferenz bestens. Gemeinsam setzen sie sich unter anderem für die Entlastung der einzelnen Stadtteile vom Autoverkehr ein. Sie sind für den Bau un die Nutzung von Fahrradstraßen. „Wir haben in Hervest interessante Wirtschaftswege. Über die gelangt man schnell mit dem Rad überall hin“, erwähnt Norbert Holz, Sprecher der Hervestkonferenz. „Aber die Qualität dieser Wege ist sehr schlecht, der Autoverkehr besitzt immer noch eine zu hohe Priorität“, bedauert er.




























