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45 Dorstener Geschichtsstationen sorgen für ein Heimatgefühl

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45 Dorstener Geschichtsstationen wurden bereits der Öffentlichkeit übergeben. Weitere Stationen sind geplant.

„Wir wollten zur 750-Jahr-Feier der Stadt Dorsten etwas beitragen, das Bestand hat“, erinnert sich Dr. Josef Ulfkotte, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde e. V., an die Anfänge der Geschichtsstationen in Dorsten. Sie sind das nachhaltigste Projekt im Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum im Jahre 2001.   

Ein Beitrag zur 750-Jahr-Feier der Stadt Dorsten

Im Vorfeld des Stadtjubiläums regte der Verein für Heimatkunde Dorsten e. V. die Herausgabe einer Stadtgeschichte an. Dieser Gedanke musste aber aus finanziellen Gründen leider aufgegeben werden. „Als maßgeblich Verantwortlicher für das Stadtjubiläum, initiierte der damalige VHS-Direktor Franz-Josef Stevens das Projekt ‚Stationen Dorstener Geschichte‘, das inhaltlich von der Geschichts- AG des Gymnasiums Petrinum unter der Leitung von Hans-Jochen Schräjahr und mir konzipiert und umgesetzt wurde“, berichtet Dr. Josef Ulfkotte.

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Die Stadt Dorsten unterstützte die technische Umsetzung. Der Lions Club Dorsten-Hanse kümmerte sich um die Finanzierung und Koordinierung des Projekts. Das einheitliche äußere Erscheinungsbild der „Geschichtsstationen“ geht auf einen Anstoß des Dorstener Architekten Elmar Figgener zurück. 

Geschichtsstationen-Dorsten-Ulfkotte
(v. l.) Hans-Jochen Schräjahr und Dr. Josef Ulfkotte vor der Geschichtsstation am Dorstener Rathaus. Foto: Christian Sklenak

Vergangenheit greifen und begreifen 

Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten war es, die Dorstener Stadtgeschichte im öffentlichen Raum zu präsentieren. Nach zahlreichen Treffen und Diskussionen nahm das Projekt schließlich konkrete Formen an. Dazu bereiteten die Schülerinnen und Schüler die erklärenden Texte und das aussagefähige Bildmaterial für die ersten 20 Stationen, teils in der AG, aber auch in Eigenarbeit inhaltlich auf. „Mit im Boot war von Anfang an die damalige Leiterin des Stadtarchivs, Christa Setzer, die exakte Daten und Fakten aus dem Archiv beisteuerte“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Hans-Jochen Schräjahr.  

Aber auch diverse Vereine steuerten ihre Informationen bei, das große Netzwerk tat sein Übriges. Nachdem diese Daten noch einmal geprüft wurden, konnte das Projekt dann endlich realisiert werden. 

Eine Zeitachse setzt ältere, aber auch jüngere Ereignisse in Dorsten mit der Weltgeschichte und der jeweiligen Kultur zeitlich in Beziehung. „Dabei haben wir natürlich Dorstens Schattenseiten wie beispielsweise die Zwangsarbeit an russischen Bürgern nicht ausgelassen“, betont Dr. Ulfkotte. „Wir wollten ja die Geschichte nicht glattbügeln.“ Auch an Gäste unserer Stadt, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, dachten die Vereinsmitglieder. So übersetzten sie die Texte in die Sprachen der Dorstener Partnerstädte.  

Josef Ulfkotte Heimatverein Dorsten
Dr. Josef Ulfkotte, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde e. V.. Foto: Christian Sklenak

Wetterfeste Unikate und Kunstwerke

 Alle Informationen und Bilder befinden sich wetterfest auf der Glasplatte in einem 1,80 Meter hohen und 80 Zentimeter breiten Stahlrahmen. Die Wahl des Standortes musste gut überlegt sein, schließlich sollten die Tafeln, die gleichzeitig auch Unikate und Kunstwerke sind, wahrgenommen werden. Mit der öffentlichen Übergabe der Station „Franziskaner“ im Stadtjubiläumsjahr 2001 nahm das Geschichtsprojekt seinen Anfang.  
Die einzelnen Stationen werden jeweils vom Bürgermeister feierlich übergeben, was ihre Bedeutung für unsere Stadt unterstreicht. Während dieser kleinen Feier kommen die anwesenden interessierten Dorstener regelmäßig miteinander ins Gespräch. „Und genau das ist auch unser Ziel. Wir möchten auch andere Gruppen oder Vereine dazu bewegen, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen“, so der Vorsitzende weiter und Hans-Jochen Schräjahr ergänzt: „Damit schaffen wir eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und es kommt ein Heimatgefühl auf.“  

Hans-Jochen Schräjahr
Hans-Jochen Schräjahr. Foto: Christian Sklenak

Weitere Geschichtsstationen sind in Planung

 45 Geschichtsstationen wurden bereits der Öffentlichkeit übergeben, weitere Stationen sind geplant. Die Organisatoren haben dabei die Zahl „50“ vor Augen. So steht unter anderem der Holzplatz mit der Moschee auf dem Programm der in nächster Zeit zu realisierenden Projekte. „Wir freuen uns natürlich auch über Vorschläge von Dorstenern über interessante Orte innerhalb unseres Stadtgebietes“, erwähnt Jochen Schräjahr. „Dabei ist eine Mitarbeit hinsichtlich der Materialbeschaffung sehr wünschenswert, ebenso die anschließende Pflege der Geschichtsstation.“ Kontakt dazu können Sie gerne mit dem Vorsitzenden des Vereins für Orts- und Heimatkunde aufnehmen. Die Kontaktdaten finden Sie unter voh-dorsten.de 

Suchen Sie doch bei Gelegenheit einmal verschiedene Stationen auf und nehmen Sie sich etwas Zeit, sie zu lesen. Bestimmt erfahren Sie dort das seine oder andere, was Sie vielleicht noch nicht über Dorsten wussten. Karten für einen Rundgang durch die Stadt und Radtouren zu den Geschichtstafeln finden Sie unter www.LC Dorsten-Hanse/Geschichtstafeln

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