SPD-Idee: Stadt soll im Haushalt Geld für Bürgerbesuche in Gedenkstätten bereitstellen und Pflege einer Gräberstätte bei Riga mitfinanzieren.
Unter dem Titel „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ plant die Dorstener SPD die Schaffung eines Geldtopfes im Dorstener Haushalt. Die dort bereit gestellten Mittel sollen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglichen, Holocaust- oder andere Gedenkstätten zu besuchen.
Außerdem wird vorgeschlagen, dem sogenannten „Riga-Komitee“ beizutreten und sich als Stadt mit 2000 Euro am Erhalt und der Pflege der Gräber- und Gedenkstätte im Wald von Bikernieki, östlich von Riga, der Hauptstadt von Lettland, zu beteiligen. Einen entsprechenden Antrag will die SPD-Fraktion in der kommenden Ratssitzung zur Abstimmung stellen.
Rechtsradikalen Umtrieben entgegenwirkenLaut Antragsbegründung soll damit verstärkt „rechtsradikalen und antisemitischen Umtrieben“ entgegengewirkt werden. Dies sei eine „dauerhafte Aufgabe zur Sicherung unserer demokratischen Grundordnung“, so das Papier.
Das „Riga-Komitee“ ist ein Zusammenschluss von 42 Großstädten und Kommunen aus dem deutschsprachigen Raum. Gegründet im Mai 2000 ist es das Ziel des Bündnisses, an das Schicksal von über 25.000 deutsch Juden zu erinnern, die 1941/42 nach Riga deportiert und in ihrer überwiegenden Zahl im Wald von Bikernieki ermordet wurden.




























