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Riga-Komitee – Bürgerschaftliches Zeichen gegen das Vergessen

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CDU regt Beitritt zum Deutschen Riga-Komitee als Initiative aus der Bürgerschaft an

Dorsten(pd). Die CDU-Ratsfraktion Dorsten begrüßt, dass Dorsten Mitglied im Deutschen Riga-Komitee werden soll. Zahlreiche Jüdinnen und Juden aus Dorsten und der Region wurden insbesondere im Jahr 1942 nach Riga deportiert.

Wir brauchen ein starkes bürgerschaftliches Zeichen gegen das Vergessen“

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Nicht wenige wurden dort bereits durch die Nationalsozialisten ermordet bzw. starben an den katastrophalen Lebensbedingungen. „Wer schon einmal die Gedenkstätte der Naziopfer im Wald von Bikernieki gesehen hat, dem gehen diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf“, so Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst, der mehrfach, u. a. auf einer Hansetour im Jahre 2018 nach Riga, diesen Ort besucht hat. Für Lütkenhorst war damals klar, dass eine jährliche Bildungsfahrt nach Riga für junge und alte Menschen ein wichtiger Baustein der Dorstener Gedenk- und Erinnerungskultur werden könne.

Riga Rumbola Gedenkstätte.
Riga Rumbola Gedenkstätte. Foto Seppi

Verantwortung für die Zukunft

Auch die stellv. Bürgermeisterin und Kulturausschussvorsitzende Christel Briefs begrüßt ausdrücklich einen Beitritt, der im Rat der Stadt Dorsten bzw. im Haupt- und Finanzausschuss Ende Mai behandelt werden soll: „Viele Menschen jüdischen Glaubens unserer Region sind nach Riga verschleppt worden. An solchen Orten wird Geschichte gerade für junge Menschen erfahrbar und greifbar. Man spürt dort, dass wir eine Verantwortung für die Zukunft haben.“

Für die CDU-Ratsfraktion sei allerdings wichtig, dass diese Initiative bürgerschaftlich getragen wird. „Wir haben in Dorsten eine große Tradition aus der Bürgerschaft heraus, was die Aufarbeitung unserer Geschichte angeht“, so Lambert Lütkenhorst, der ergänzt: „Aus diesem Grund brauchen wir auch hier ein starkes bürgerschaftliches Zeichen gegen das Vergessen.“

Riga-Komitee – Spenden aus der Bürgerschaft

Die CDU wird daher im Rat vorschlagen, den finanziellen Beitrag der Stadt Dorsten durch Spenden aus der Bürgerschaft zu tragen. So würde deutlich, dass es nicht ein Projekt der Politik oder der Verwaltung, sondern ein Projekt aus der Bürgerschaft sei. „Die Stadt Dorsten könne dafür zum Beispiel ein Spendenkonto einrichten“, so Christel Briefs.

Die Christdemokraten wollen es aber nicht nur bei der Idee belassen. „Uns ist das Thema so wichtig, dass mich gemeinsam mit unserer stellv. Bürgermeisterin klar war, dass wir die jeweils ersten 250 Euro in den Spendentopf geben wollen“, so Lambert Lütkenhorst. Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff und die CDU-Ratsfraktion Dorsten hätten bereits jeweils 250 Euro als Spende für die Mitgliedschaft im Riga-Komitee zugesagt. Die ersten 1000 Euro sind somit schon zusammen.

Lütkenhorst wolle darüber hinaus gezielt auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt aus 2018 zugehen. „Ich bin mir sicher, dass es auch hier Menschen geben wird, denen das Engagement in dieser Sache wichtig ist.“

Verwurzelung des Projektes

Die CDU-Idee hat neben der stärkeren bürgerschaftlichen Verwurzelung des Projektes noch einen weiteren charmanten Nebeneffekt: Aufgrund der Stärkungspaktbeschlüsse dürfe die Stadt Dorsten aktuell keine weiteren kostenpflichtigen Mitgliedschaften eingehen. Das dürfe jetzt aber kein Ablehnungsgrund sein. „Wir wollen den Beitritt möglich machen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir durch diesen bürgerschaftlichen Ansatz die Mitgliedschaft im Riga-Komitee aber schon 2021 so auf den Weg bekommen“, betont die stellv. Bürgermeisterin.

Wer ebenfalls bereit ist, durch eine einmalige oder regelmäßige Spende das Projekt zu unterstützen, kann sich auch jetzt schon melden unter [email protected].

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