StartLokalesDorstenStreit um neue Gleichstellungsbeauftragte

Streit um neue Gleichstellungsbeauftragte

Veröffentlicht am

Foto: privat

SPD bezeichnet Neubesetzung mit Kim Wiesweg als „politisch motivierten Schachzug“. Die Grünen kontern mit der „fachlichen Eignung“ ihrer Ratsfrau. Und die Stadtverwaltung verweist auf das „ordnungsgemäße Bewerbungsverfahren“.

Kaum hat die Stadt die Neubesetzung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten mit Kim Wiesweg bekanntgegeben, bläst die SPD auch schon zum Angriff auf diese Personalentscheidungen. Fraktionschef Friedhelm Fragemann spricht von einem „politisch motivierten Schachzug“ und wittert eine Absprache zwischen den Fraktionen von CDU und Grünen. Wiesweg ist vor kurzem im Nachrückverfahren in den Rat eingezogen, will das Mandat mit Beginn der neuen Stelle aber niederlegen.

Grüne fordern „öffentliche Entschuldigung“

Die Grünen sehen in der Kritik „haltlose Unterstellungen“, sehen darin ein „Zeichnen angeblicher schwarz-grüner Schreckgespenster“ und fordern vom Dorstener SPD-Chef „eine öffentliche Entschuldigung“. Die Position der Gleichstellungsbeauftragten sei kein politisches Amt. Die unterstellte Absprache würde demnach bedeuten, dass sich die Stadtverwaltung beim Bewerbungsverfahren „rechtswidrig verhalten“ hätte. Außerdem diskreditiere Fragemann „völlig die fachliche Eignung von Kim Wiesweg“. Die 24-Jährige habe die Grünen-Fraktion auch erst nach Erhalt der Zusage über ihre beruflichen Pläne informiert.

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.

SPD kritisiert Nachrückverfahren

Kritik kommt von der SPD auch an den Plänen der Grünen, für Wiesweg einen Ratsherren zu nominieren. Wer Frauenförderung fordere, müsse sich auch selbst vorantreiben, so Fragemann. Die Grünen hingegen wollen auf das Ausscheiden von Wiesweg mit der Benennung sachkundiger Bürgerinnen reagieren.

Stadt sieht „rechtmäßiges Bewerbungsverfahren“

Die Stadt bekräftigt unterdessen die Rechtmäßigkeit des Bewerbungsverfahrens. Mit Kim Wiesweg habe sich die fachkundigste Bewerberin durchgesetzt. Und wenn die als Grünen-Direktkandidatin den örtlichen Wahlkreis gewinnen und in den Bundestag einziehen sollte, wäre diese Personaldiskussion sowieso obsolet.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Geschichtsstation an der Agathaschule zerstört

Mit großer Bestürzung hat die Agathaschule die Zerstörung der 49. Dorstener Geschichtsstation festgestellt. Unbekannte hatten am Wochenende das Glas der Station auf dem Schulgelände so...

Klick mich!