Lichterfest für das Ehrenamt in der Stadt Dorsten zog viele Besucher aus nah und fern in die Altstadt
An die 65 Vereine, Sozialverbände, Fördervereine, Dorstener Schulen und Kindertagesstätten, Institutionen oder gemeinnützige Organisationen beteiligten sich in diesem Jahr beim Lichterfest.

Eine bunte Mischung mit vielen Informationen und Wissenswertes präsentierten die Teilnehmer an ihren Ständen. Gleichzeitig öffneten die Dorstener Kaufleute am Mittag ihre Geschäfte und luden zum Bummeln während des verkaufsoffenen Sonntags ein.
Regenschauer
In diesem Jahr lag, trotz des feucht-kalten Wetters, ein besonderer Charme über dem Lichterfest in der Dorstener Altstadt. Obwohl genau passend am Nachmittag beim Entzünden der Kerzen im „Windlichtstern“ der Regen einsetzte und die Dochte im Wasser versanken, zeigten sich die Menschen unerschrocken. Sie liefen nicht davon, sondern suchten sich während des Regenschauers ein trockenes Plätzchen.

1500 Kerzen
Erst gegen 17 Uhr und kurz bevor Bürgermeister Tobias Stockhoff die Besucher auf dem Marktplatz begrüßte, hatten die Mitglieder von „Sag Ja zu Dorsten“ die Kerzen in den Windlichtern wieder vom Wasser befreit und erneut angezündet. Jürgen Bandura vom Vorstand „Sag Ja zu Dorsten“ hatte im Vorfeld die Kerzen gezählt, die in den vorbereiteten Stern auf dem Boden passten und für eine freiwillige Spende die Besitzer wechselten. „Rund 1500 Kerzen passen da rein. 1200 haben wir bereits vorbereitet“.

Geschichte von St. Martin
Besonders die vielen Kinder mit ihren Eltern, die mit ihren bunten Laternen der Geschichte des Heiligen St. Martin, vorgelesen von Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst lauschten, hatten ihren Spaß. Für viele war dies ein schöner Ersatz für den St. Martin-Umzug, der in diesem Jahr coronabedingt ausfallen muss. „Ich finde es wirklich sehr schön und feierlich hier“, sagte eine Mutter, die mit ihren drei Kindern in erster Reihe stand. „Klar, ein Umzug wäre schöner, aber mit der Musik und der Geschichte ist dies eine schöne Alternative“, fügte sie hinzu.
Bummeln, flanieren und mit anderen Menschen ins Gespräch kommen, sich informieren und einkaufen. All das konnten die Besucher der Altstadt an diesem Sonntag beim Lichterfest 2021.

Lichter für das Ehrenamt in Dorsten
Grundsätzlich jedoch war dieser Sonntag einzig und allein der Tag des „Ehrenamtes“ und den Ehrenamtler_innen der Stadt gewidmet. Sie seien die eigentlichen Sterne des Tages, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Das Lichterfest solle, so Stockhoff, allen Ehrenamtlichen nach dieser harten Zeit wieder ein echtes Hoffnungslicht mit diesem Lichterfest geben.
Danke sagte Bürgermeister Stockhoff auch zu dem Verein „Sag JA zu Dorsten“ und der „DIA“, die das Fest überhaupt erst ermöglicht haben.
Mit Blick auf den Heiligen St. Martin, der seinen Mantel für einen Bettler teilte, schlug Stockhoff die Brücke zu den Ehrenamtlichen der Stadt. „Sie teilen ihre Freizeit, ihre Zeit für andere Menschen. Und genau für diese unzähligen freiwilligen Menschen wird jetzt der Lichterhimmel mit hunderten von kleinen Lichtern in der Dunkelheit erleuchten“.

Offener Stammtisch für Brustkrebspatienten
Wer genügend Zeit hatte, der konnte den Tag damit verbringen, sich reichlich Informationen über die Vereinsarbeit der unterschiedlichen Vereine einzuholen. So wie am Stand „Offener Stammtisch für Brustkrebspatientinnen“ auf der Lippe Straße. Unter dem Motto „Brustkrebs hat viele Gesichter“ fand hier ein lockerer Austausch zwischen betroffenen Frauen und Besucherinnen rund um Therapien, Erfahrungen, Tipps und Tricks statt.

Wissenswertes Info-Material über die Stadt Dorsten gab es am Stand des Heimatvereins Dorsten. Aber auch die Kinder kamen hier auf ihre Kosten, denn die Eltern konnten die frisch erschiene 7. Folge von „Die Lippe-Biber-Bande“ für 1 Euro erwerben.
Kleine Geschenke schon für das bevorstehende Weihnachtsfest, wie selbst gebastelte Accessoires und Dekoartikel, zierten für kleines Geld die Marktstände neben Glühwein, Kuchen und Kaffee.






























