StartUmweltGloria und GW1587m sind überführt - Quo vadis, Frau Ministerin?

Gloria und GW1587m sind überführt – Quo vadis, Frau Ministerin?

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Alle vier Pferde/Ponys in Hünxe im Wolfsgebiet Schermbeck wurden eindeutig von Wölfe gerissen

Steht sie zu ihren Aussagen, ist Ursula Heinen-Esser jetzt mächtig unter Zugzwang.

Eine Entnahme der Wölfin Gloria könne dann akut werden, wenn nachzuweisen ist, dass sie „an einem Ponyriss beteiligt“ sei und die Gefahr bestehe, dass „verstärkt Pferde Opfer von Übergriffen werden“. Diese Aussage aus dem Oktober fällt der NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser jetzt auf die Füße, denn eine DNA-Analyse weist bei allen vier Ponys/Kleinpferden-Risse in Hünxe Wölfin Gloria, GW1587 und einen weiteren, nicht individualisierten Wolf nach.

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Kehlbiss-Wolf-Pferd

Eindeutiger Beweis

Denn nach Informationen von LANUV hat Gloria am 3. November das Pony in Hünxe gerissen. Eine DNA-Analyse des Senckenberg-Instituts hat dies eindeutig nachgewiesen. Bis dato konnten drei weitere Pony-Risse im Oktober am 11. und 20. November im Hünxer Wald ebenfalls einem Wolf zugewiesen, aber nicht individualisiert werden. Für den Tod von zwei Ponys konnte Glorias Bruder verantwortlich gemacht werden. Ebenso für die Verletzungen an einem Kleinpferd.

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Kehlbisse bei beiden Ponys weisen eindeutig auf einen Wolf zurück. Fotos: privat

Immer wieder umschifft

Und nun? Liegt der Ball wohl klar im Spielfeld der Umweltministerin. Die hatte eine Entscheidung pro oder contra Wolfsentnahme immer wieder umschifft. Doch die Wellen zwischen Wolfsbefürwortern und -Kritikern schlugen immer höher. Und in beiden Lagern gibt es viele Wählerstimmen. Der Ton derer wurde immer schärfer. Flankiert wurde der Streit von immer mehr gerissenen Tieren. Angst machte sich breit, weil Bürgerinnen und Bürger Wölfe auch in der Nähe von Wohngebieten gesehen haben.

Warten auf Rückendeckung

Zuletzt sollte ein von Heinen-Esser in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten Klarheit bringen. Nachdem ein Gericht Mitte des Jahres eine Wolfsentnahme abgelehnt hatte, wollte die Ministerin sich so Rückendeckung holen. In Ihrer Landtagsfraktion hat die CDU-Politikerin – nach Informationen dieser Redaktion- da bereits angedeutet, einer Entnahme offen bis zustimmend gegenüber zu stehen.

Angekündigte Folgen

Jetzt muss sich an ihren eingangs erwähnten Worten messen lassen. Gloria und ihr Rudel haben vier Pony gerissen, die Zahl der getöteten und angegriffenen Ponys und Pferde ist seit ihrer Aussage gestiegen. Folglich müsste eine Wolfsentnahme im Wolfsgebiet Schermbeck jetzt „neu bewertet“ und damit „akut werden“.

Bislang ist aus Düsseldorf aber noch nichts zu hören. Noch nicht.

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