In Kooperation mit der Caritas sollen Kinder sucht- und psychisch kranker Eltern unterstützt werden. Die Stadt Dorsten hofft nun auf Zuschuss von 110.000 Euro und will damit vor allem Angebote an Schulen vorantreiben.
Alkohol-, Tabletten-, Spiel- oder Drogensucht, Depressionen oder andere psychische Erkrankungen – Menschen, die darunter leiden, ziehen sich meist zurück, wollen mit ihrer Sucht oder Krankheit nicht erkannt werden. Doch nicht selten sind diese Menschen Eltern. Väter und Mütter von Kindern, die mit den Auswirkungen leben müssen, die für sie Alltag bedeuten und die sie nicht selten selbst stark belasten.
Fachbereichsübergreifendes Angebot
Diese „Kinder zu stärken, damit sie selbst in schwierigen Situationen gesund bleiben und positive Erfahrungen machen“ können, ist das Ziel des Projekts „FreiRaum!“. Die Stadt kooperiert dabei mit der örtlichen Caritas. Genauer handelt es sich um ein „fachbereichsübergreifendes Angebot der Sucht- und Drogenhilfe, der Hilfe für psychisch kranke Menschen, der Kinder- und Jugendhilfe, der Gemeindecaritas und des sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises Recklinghausen“.
Präventionsangebote an Schulen
Das Projekt hofft jetzt auf einen 110.000 Euro großen Zuschuss für vier Jahre. Damit will man verstärkt an Grund- und weiterführenden Schulen aktiv werden. Konkret soll es dort um „einzelne Präventionsangebote“ gehen. Soll heißen: In den Schulen soll auf die Situation von Kindern in belasteten Familien aufmerksam gemacht werden.
Hemmschwelle für Kinder niedriger machen
Betroffenen Schülerinnen und Schülern sollen auch Sprechzeiten bei Fachkräften angeboten werden, um dort über ihre persönliche Situation und Problematik sprechen zu können. Außerdem sind „zielgruppenspezifische Kleingruppenangebote“ geplant.
Durch die Präsenz in der Schule will man die Hemmschwelle für die Kinder niedriger werden lassen, sich im Bedarfsfall persönlich an eine Fachkraft zu wenden. Die soll auch Lehrer für die Thematik sensibilisieren und in den Schulen Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote durchführen.
Förderprogramm der Krankenkassen
Vorhaben, die Geld kosten. Und das könnte vom sogenannten „GKV-Bündnis für Gesundheit“ kommen. Dieses kommunale Förderprogramm entspringt einer gemeinsamen Initiative der gesetzlichen Krankenkassen. Einen entsprechender Antrag hat die Stadt schon gestellt, das Verfahren geht aktuell in die zweite und letzte Bewilligungsphase.




























