Für die Veranstaltungsbranche war die Corona-Pandemie die wohl größte vorstellbare Katastrophe. Dennoch hat ein junger Dorstener es geschafft, in dieser Zeit seine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker erfolgreich zu beenden.
Leicht sei es nicht gewesen, gibt Leon Stein zu. „Es gab Momente, da habe ich schon gezweifelt und mich gefragt, ob die Ausbildung noch Sinn macht“, erzählt der 21-jährige Dorstener. Mitten in der Pandemie stand er vor der schwierigen Aufgabe, bei der Dorstener Firma „L(aser)& P(yro) Licht- und Tontechnik“ einen Beruf zu lernen, ohne ihn praktisch erproben zu können.

Doch Leon bewies Durchhaltevermögen und gab nicht einfach auf. Sein Chef Mike Pytlik unterstützte den Lehrling nach Kräften, verlangte ihm aber auch einiges ab. Schnell wurde klar: Trotz Corona würde es keine Ausbildung „zweiter Klasse“ werden.
„Ich habe schon in der 9. Klasse ein Praktikum hier im Betrieb gemacht“, erinnert sich Leon. Mit Erfolg – die Veranstaltungstechnik hatte ihm sofort gefallen. Zu Beginn der Ausbildung ging es auch noch richtig rund. „2019 waren wir quasi jede Woche unterwegs“, berichtet der junge Dorstener. Nie hätte er sich damals träumen lassen, dass die gesamte Veranstaltungswelt über Nacht einmal auf Eis liegen würde.
Eine ganze Bühne ohne Publikum
Zum Glück besitzt die Firma von Mike Pytlik eine große und gut sortierte Halle. Hier konnte er sich mit allen Ausrüstungsgegenständen, der Technik und den nötigen Werkzeugen vertraut machen. Ganz wie in der vor-Corona-Zeit musste Leon hier ganze Bühnen und Beleuchtungen aufbauen, die Kabel fachgerecht verlegen und die Technik perfekt einstellen.
Dank des großen persönlichen Einsatzes von Mike Pytlik wurde es möglich gemacht, dass keine Kurzarbeit nötig wurde oder die Mitarbeiter gar zu Hause bleiben mussten. Das Engagement belohnte Leon Stein damit, dass er seine Ausbildung weiter vorantrieb und dann am 18. Februar mit gutem Ergebnis abschloss. Das gegenseitige Vertrauen war in dieser Zeit so gewachsen, dass Leon nun fest übernommen wurde. „Jetzt kann ich mich noch weiterbilden“, freut er sich. Besonders die Pyrotechnik hat es ihm angetan. Und den nötigen Führerschein für den LKW hat er auch schon auf der Liste. Denn wenn es wieder losgeht, das steht für alle in der Firma fest, gibt es viel zu tun.




























