StartLokales„RESPEKT“-Kunstwerk im Stadtsfeld - Künstlerin nimmt Arbeit wieder auf

„RESPEKT“-Kunstwerk im Stadtsfeld – Künstlerin nimmt Arbeit wieder auf

Veröffentlicht am

Nach den Schmierereien haben Anwohner und Unterstützer durch unterschiedliche Aktivitäten deutlich gemacht, dass die Respektlosigkeiten nicht akzeptiert werden. Wiederherstellung des Fadenkunstwerkes kann durch Spenden wieder realisiert werden. Nun sind Plakate im Großformat in Vorbereitung.

Im letzten Jahr ist das „RESPEKT“-Kunstwerk im Stadtsfeld immer wieder Ziel von Sprayattacken mit eindeutig politischen, teils rechtsradikalen Inhalten geworden. Dank der Dorstener Arbeit sind diese immer zeitnah entfernt worden.

Hundert Meter Schnur

Irgendwann aber war der Schaden so groß, dass die Fadenspannung entfernt werden musste. Das war schmerzhaft zu sehen, denn sie ist das Kernstück der Arbeit. Sie steht für all die respektvollen Beziehungen und Netzwerke, die eine demokratischen Gesellschaft ausmachen müssen. Die Fadenspannung lässt sich nicht im Handumdrehen wieder herstellen, denn sie besteht aus hunderten Meter Schnur, die überlegt gespannt werden müssen, damit ein gleichmäßiges Bild entsteht.

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.
Respekt Dorsten
Foto: Ideenfabrik (archiv)

Zerstörerische Energie der Täter ist keine Option

Obwohl die Gefahr besteht, dass die Zerstörung des Werkes wieder erfolgt, wird Brigitte Stüwe diese Arbeit noch einmal machen. Der zerstörerischen Energie der Täter zu weichen, ist keine Option. Brigitte Stüwe: „Es geht auch darum, Haltung zu zeigen. Kunst im öffentlichen Raum kann für sehr verschiedene Dinge stehen und ist oft von Diktatoren und Antidemokraten missbraucht worden. Manchmal kommt sie neutral daher, als habe sie politisch nichts zu sagen. RESPEKT ist anders und in seiner Aussage sehr klar. Es geht um Toleranz, Menschenwürde und Respekt gegenüber Mensch und Natur. Dazu stehe ich. Das Werk kann erneut zerstört werden. Die innere Haltung nicht.“

„Das RESPEKT-Kunstwerk ist ein Symbol

Zur Wiederherstellung des Kunstwerkes sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff „Das RESPEKT-Kunstwerk ist längst auch zu einem Symbol dafür geworden, wie viel sich unsere Gesellschaft bieten lässt von Antidemokraten und Menschen, die unsere Form des Zusammenlebens ablehnen. Ich finde es toll, dass hier im Stadtsfeld immer wieder dagegengehalten wird – auch in dem Bewusstsein, dass die Angriffe auf dieses Symbol vermutlich weitergehen werden. Den Satz von Brigitte Stüwe kann ich nur unterstreichen: Unsere Haltung wird dem Sprayer standhalten.“

Wunsch zur Wiederherstellung

Nach den Schmierereien haben Anwohner und Unterstützer durch unterschiedliche Aktivitäten deutlich gemacht, dass die Respektlosigkeiten nicht akzeptiert werden. Der Wunsch zur Wiederherstellung des Fadenkunstwerkes war weit verbreitet und kann durch Spenden von Privatpersonen und einen Zuschuss von Dorsten Dankt Dir nun realisiert werden.

Respekt im gesamten Stadtgebiet

Die Idee lebt im Stadtsfeld auch durch die Projekte Respektbank und Findlinge weiter und wird zukünftig auch in weiteren Stadtteilen sichtbar. Respekt-Plakate im Großformat sind in Vorbereitung und werden demnächst an verschiedenen Orten hängen. Darüber hinaus werden in der Demokratie-Woche Materialien und eine Anleitung zur Verfügung gestellt, so dass jeder seine eigene Respekt-Tafel erstellen kann. Respekt im gesamten Stadtgebiet.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Östricher Bürgerforum sucht Talente für den Dorstener Kultursommer

Musik, Comedy, Theater oder Tanz: Beim Dorstener Kultursommer haben Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihr Können vor Publikum zu präsentieren. Das Östricher Bürgerforum lädt am...

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Klick mich!