Bummeln – genießen und reichliche Informationen rund um die Mobilität bei Dorsten is(s)t mobil 2022
Drei Tage, vom 25. bis 27. März beherrschten zwei Themen das Leben in der Dorstener Innenstadt: Mobilität und Gastronomie.
Mit einem verkaufsoffenen Sonntag, zu dem die ansässige Kaufmannschaft eingeladen hatte, erreichte das Stadtfest am Schlusstag seinen Höhepunkt.

Ein beeindruckendes Bild bietet sich den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern an diesem Wochenende in der Dorstener Innenstadt. Für die spektakuläre Autoshow haben die Händler ihre Showrooms an die frische Luft verlegt. Neben zahlreichen Exemplaren, die das Herz eines jeden Auto-Fans höherschlagen lassen, gab es auch Neuheiten zu bestaunen und Trends zu entdecken, die deutlich machen, in welche Richtung sich der Individualverkehr entwickeln wird.

E-Mobilität wichtiges Thema
Zahlreiche Vorbestellungen für das Hybrid-Modell
Zu den Herausforderungen, vor die der Umweltschutz die Autoindustrie gestellt hat, sind in jüngster Vergangenheit durch den Krieg in der Ukraine noch die explodierenden Spritpreise gekommen. Diese Faktoren beziehen auch potenzielle Kunden beim Autokauf in ihre Überlegungen mit ein. So kann Norman Spanier vom Autohaus Baumann berichten, dass aktuell der Kia Sportage der Verkaufsschlager ist, aber auch schon zahlreiche Vorbestellungen für das Hybrid-Modell vorliegen. Mit einer Reichweite von etwa 60 km kann das gerade im Nahverkehr eine spürbare Entlastung sein. Auch das Thema Diesel ist nach wie vor aktuell. Denn gerade Geschäftskunden und Vielfahrer setzen nach wie vor auf diesen Kraftstoff. Auch bei SUVs mit Anhängern ist der Diesel immer noch gefragt, weiß Norman Spanier.
Krieg in der Ukraine bringt Unsicherheit
Den Trend zu Hybrid-Modellen sieht auch Britta Hoffmann, Centerleitung Mercedes Köpper. Seit 28 Jahren ist sie am Standort Dorsten.

Zahlreiche Kundinnen und Kunden sind dem Autohaus in dieser langen Zeit treu geblieben, das nach 60 Jahren in Dorsten zu einer festen Größe geworden ist. Doch Britta Hoffmann kann derzeit auch eine allgemeine Verunsicherung feststellen, die dazu führt, dass Kaufentscheidungen erst einmal verschoben werden. Neben den Spritpreisen liegt das vor allem an der Unsicherheit, die der Krieg in der Ukraine mit sich bringt.
Alltag ohne Auto nicht denkbar
Diese Unsicherheit hat auch Tobias Bellendorf vom gleichnamigen Autohaus festgestellt.

Allerdings sieht er die Automobilbranche bereits seit Vor-Corona-Zeiten in einer Phase des Umbruchs. Seiner Ansicht nach gehört der E-Mobilität die Zukunft. Die aktuell noch zu beobachtenden Probleme, z. B. bei den Ladestationen, seien erkannt und werden von der Branche angegangen.

Schon jetzt kann man sich per App verfügbare Lademöglichkeiten im Umkreis anzeigen lassen. Er ist überzeugt, dass der Individualverkehr und damit das Auto uns auch in Zukunft erhalten bleibt. Vor allem im ländlichen Raum sei ein Alltag ohne Auto nicht denkbar. Da aber niemand so genau vorhersehen kann, wie die nächsten Jahre verlaufen und wohin sich der Spritpreis letztendlich entwickeln wird, sieht er einen deutlichen Trend zum Leasing. Durch die überschaubaren Laufzeiten und die Möglichkeit, das Fahrzeug nach zwei oder drei Jahren wieder beim Händler abgeben zu können, bewahrt man sich auch in unruhigen Zeiten ein Stück Sicherheit.
Bedarf an Lastenrädern und Seniorenrädern
Einen spannenden Weg geht Klaus Terhart vom gleichnamigen Autohaus. Zwar hat er mit dem Fiat 500 einen echten Verkaufsschlager am Start, aber er sieht für die Zukunft parallel zum Auto einen steigenden Bedarf an Lastenrädern und Seniorenrädern. Sie ergänzen jetzt das traditionelle Angebot. Natürlich tragen auch die Räder dem Trend zur E-Mobilität Rechnung.

Zudem haben die Seniorenräder drei Räder und sind damit auch bei einem Nachlassen der koordinativen Fähigkeiten oder des Reaktionsvermögens deutlich sicherer als herkömmliche Zweiräder, erklären Doris Pflück und Alexandra Taubeneck vom Autohaus. Sowohl die Lasten- als auch die Seniorenräder sind ideal für den Einkauf geeignet, wenn man das Auto nicht für jeden Weg nutzen möchte.

Die Idee, hochwertige Markenräder in einem Autohaus anzubieten, war übrigens naheliegend. Der Einsatz von Akkus gehört auch in modernen Automobilen längst zum Alltag und so waren bei Terhorst sowohl die Technik als auch die entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter für die Umsetzung vorhanden.
Enormes Interesse an Wohnmobilen
Interessante Erfahrungen hat auch Georg Feller, Geschäftsführer der Terramundi GmbH, machen können.

Erzwungen durch die Corona-Pandemie ergänzte der Reiseveranstalter sein Kernangebot vor zwei Jahren um den Verleih von Wohnmobilen. Dieses Angebot ist auf enormes Interesse gestoßen. Auch die hohen Spritkosten haben daran bislang nichts geändert. Ganz im Gegenteil. Lag die durchschnittliche Mietdauer im zurückliegenden Jahr noch bei 8-9 Tagen, hat sie sich in diesem Jahr mit 20 Tagen mehr als verdoppelt. Georg Feller sieht darin auch den Drang der Menschen, nach den Lockdowns und den Reisebeschränkungen endlich wieder reisen zu können.

Versicherungen verlangen nach Unfällen Beurteilung durch Fachleute
Zur Mobilität gehört natürlich auch ein entsprechendes Maß an Sicherheit. Darum kümmert sich das Team des KFZ-Sachverständigenbüros Novembri. Zu diesem gehört auch ein TÜV-Prüfer, der das komplette Spektrum von der HU bis zu Ergänzungen im Fahrzeugschein oder der Ausstellung von H-Kennzeichen abdeckt.
Ein weiteres zentrales Thema bei Novembri sind Gutachten, erklärte uns Jörg Schmidt. Unfallgutachten gehören dazu ebenso wie die Begutachtung hochwertiger Fahrzeuge aus den Bereichen „Young & Oldtimer“.

Dabei geht es oftmals um ganz erhebliche Werte. Eine steigende Nachfrage sieht man bei Novembri auch nach den Zweiradsachverständigen. Da auch Zweiräder heute schnell den Wert eines Gebrauchtwagens erreichen, verlangen die Versicherungen nach Unfällen häufig eine entsprechende Beurteilung durch Fachleute. Ziel ist es, diesen Bereich auf 10-15% auszubauen.




























