StartLokalesZahl der Obdachlosen hat abgenommen

Zahl der Obdachlosen hat abgenommen

Veröffentlicht am

Symbolfoto Pixabay

Die Stadt Dorsten meldet für 2021 einen starken Rückgang der gemeldeten Wohnungsnotfälle und der Übernachtungen in der Notschlafstelle

Beratungsangebot soll weiter finanziell unterstützt werden.

Offiziell heißt sie „Beratungsstelle für alleinstehende Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten“, gemeint ist damit das Beratungsangebot für Obdachlose und Menschen, denen Obdachlosigkeit droht. Und zu diesem Angebot der evangelischen Kirche hat die Verwaltung jetzt hoffnungsvolle Zahlen vorgelegt.

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.

Hoffnungsvolle Zahlen

So ist – einer Vorlage für den Sozialausschuss folgend – die Anzahl der vom Sozialamt registrierten Wohnungsnotfälle in den letzten Jahren kontinuierlich von 197 in 2017 auf 87 in 2021 zurückgegangen. Auch die Belegung der städtischen Übernachtungsstelle in der Klosterstraße 14 ist demnach deutlich zurückgegangen. Haben dort 2019 noch 41 Menschen insgesamt 906 Mal die Nacht verbracht, waren es im vergangenen Jahr nur noch 33 Personen, die dort 237 Mal geschlafen haben.

Grund sind auch Beratungsangebote

Diese positive Entwicklung lässt sich für die Verwaltung auch auf die Arbeit der evangelischen Beratungsstelle zurückführen. Gemeinsam mit der Arbeit der „Beratungsstelle zur Wohnraumsicherung im Bürgertreff Barkenberg“ und der „Fachstelle für Wohnungsnotfälle der Stadt Dorsten“ sei erreicht worden, dass „die Zahl der untergebrachten obdachlosen Personen seit Jahren auf einem konstant niedrigem Niveau verläuft“. Soll heißen: Die Beratungen haben dazu geführt, dass viele Menschen nicht wohnungslos geworden sind oder aus der Wohnungslosigkeit in Mietwohnungen oder Einrichtungen vermittelt wurden.

Nachfrage nach Beratung weiter hoch

Einen Wermutstropfen sieht die Verwaltungsvorlage aber darin, dass sich „die Vorsprachen in der Beratungsstelle weiterhin auf einem konstant hohen Niveau“ bewegen. In 2021 haben 285 Menschen dort Hilfe bei Wohnungsnotfällen gesucht.

Stadt will weiter bezuschussen

Deswegen will die Stadt jetzt auch die finanzielle Unterstützung der Beratungsstelle fortsetzen. Bislang hat die Stadt ein Viertel der jährlichen Kosten von rund 175.000 Euro getragen. Ein weiteres Viertel kommt von der evangelischen Kirche, der Landschaftsverband gibt 50 Prozent, also knapp 90.000 Euro pro Jahr.

Stimmen Sozialausschuss und Stadtrat zu, werden in den kommenden Haushalten mit Start 2022 (58.000 Euro) die städtischen Zuschüsse bis 2026 (62.000 Euro) um jährlich 1.000 Euro zunehmen.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Geschichtsstation an der Agathaschule zerstört

Mit großer Bestürzung hat die Agathaschule die Zerstörung der 49. Dorstener Geschichtsstation festgestellt. Unbekannte hatten am Wochenende das Glas der Station auf dem Schulgelände so...

Klick mich!