StartTiereWolfsgebiet Schermbeck: Unbekannte Wölfe nachgewiesen

Wolfsgebiet Schermbeck: Unbekannte Wölfe nachgewiesen

Veröffentlicht am

Zwei bislang unbekannte Wölfe waren Anfang Juli im Wald nahe Schermbeck unterwegs. Das bestätigen nun Analysen von Kotproben. (Symbolfoto: Pixabay)

Das Landesumweltamt (LANUV) hat zwei neue Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck nachgewiesen. Es handelt sich offenbar um einen Rüden und ein Weibchen. Ob sie nur durchgezogen sind oder sich ansiedeln, ist unklar.

Auf die Spur gekommen waren die Forscher den beiden Wölfen durch genetische Analysen von Kotproben. So gilt nun als sicher, dass sich Anfang Juli mindestens zwei bislang unbekannte Tiere im Wolfsgebiet Schermbeck aufgehalten haben. Diese waren außerhalb des Streifgebietes des bekannten Rudels unterwegs.

Anfang Juli hatten die Forscher Kotproben in einem Wald nahe Schermbeck genommen. Nach den Analysen ordnen die Fachleute diese Proben einem bislang unbekannten Rüden mit der Kennung GW2889m zu. Eine weitere Probe aus diesem Zeitraum gehört hingegen zu einem Weibchen, das nun die Kennung GW2890f erhalten hat. Es handelt sich um mitteleuropäische Wölfe, also keine Einwanderer etwa aus Ost- oder Südosteuropa. Das Herkunftsrudel ist allerdings nicht bekannt.

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Wölfe gehören nicht zum Schermbecker Rudel

Die DNA-Ergebnisse konnten den Forschern aber noch mehr verraten. So stellten sie fest, dass die beiden Tiere nicht aus dem seit 2019 bekannten Schermbecker Rudel entstammen, das meist im Raum Hünxe unterwegs ist. „Ob sich die beiden neuen Wölfe in Schermbeck ansiedeln oder bereits eine Paarbildung stattgefunden hat, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden“, betont der LANUV in einer Pressemitteilung.

Förderung von Elektrozäunen

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone empfiehlt das Umweltamt, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert.

„Im Wolfsgebiet Schermbeck können gemäß Förderrichtlinien Wolf vom 3. Februar 2017, zuletzt geändert am 6. Dezember 2021, nur dann Entschädigungsleistungen für nachweislich von einem Wolf getöteten Schafe, Ziegen oder Gehegewild gewährt werden, wenn ein wolfsabweisender Grundschutz vorhanden ist“, heißt es vom Landesumweltamt.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Raub auf Getränkemarkt in Dorsten: Polizei sucht Zeugen

Nach einem Raub auf einen Getränkemarkt in Dorsten sucht die Polizei nach dem Tatverdächtigen und nach Zeugen. Ein maskierter Mann bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer...

Lokallust Dorsten Juli 2026 ist da

Die neue Lokallust Dorsten erscheint im Juli 2026 einen Tag früher und bringt Geschichten über Heinz Mönk, Stauder, den 24-Stunden-Lauf und die Innenstadt.

Ein Jahr Peru mit Rotary: Matilda kehrt mit Fernweh nach Dorsten zurück

Vor einem Jahr sprach Matilda Schwieren aus Rhade noch darüber, wie es sich wohl anfühlen würde, für viele Monate Familie, Freunde und den vertrauten Alltag...

Dorsten erinnert in Riga an die Opfer des Holocaust

Die Erinnerung an die aus Dorsten deportierten und ermordeten Juden ist inzwischen auch an einem der wichtigsten Gedenkorte in Lettland sichtbar. Im Wald von Bikernieki...

Klick mich!