Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Frühstücksei im Schnäpschenglas
Wenn wir früher an Hollands Nordseeküste unsere von privaten Eigentümern gemieteten Feriendomizile neugierig inspizierten, gab es immer etwas zu entdecken: „Guck mal, ,Mensch-ärger-Dich-Nicht‘“, präsentierte meine Schwester dann strahlend eine ganze Spielesammlung, die sie aus den Schubladen der Anrichte gezogen hatte.
Ich jubelte derweil über ein Federballspiel und zwei Fahrräder, die sich hinter beeindruckenden Spinnennetzen im Gartenhäuschen „versteckt“ hielten. Heute ist in den „coronagerecht“ ausgestatteten, von Agenturen vermieteten Ferienunterkünften keine fette Beute mehr zu machen. Im Gegenteil: abgezählte Teller, Tassen und Löffel und nirgendwo ein Eierbecher oder Brotkorb zu finden. Auch mit unserem Filterkaffee konnten wir nichts anfangen, gab es doch nur eine Padmaschine.
Aber was soll’s – mit etwas Kreativität ist dieser Mangel schnell behoben: Schnapspinnchen lassen sich beispielsweise hervorragend als Eierbecher nutzen. Und mit einer dekorativen Serviette ausgelegt, ist eine Mikrowellen-Abdeckhaube kaum noch von einem Brotkorb zu unterscheiden. Die Sache mit dem Filterkaffee erforderte allerdings etwas mehr Aufwand, doch mit der im Drogeriemarkt gekauften Glaskanne plus Plastiktrichter (Filter waren nicht lieferbar!) bekamen wir auch das gebacken – beziehungsweise frisch aufgebrüht. Tot ziens, bis nächstes Jahr an Hollands Nordseeküste!




























