Flucht und Vertreibung sind bedeutende Probleme unserer Zeit. Um die oft sehr komplexen Zusammenhänge einfacher verständlich zu machen, besuchte der Missio Fluchttruck nun Dorstener Schüler.
Den Pass und die nötigsten Dinge zusammenpacken und die Heimat verlassen. Was eigentlich unvorstellbar ist, erleben viele Menschen weltweit als bittere Realität. Zu ihnen gehören unter anderem zahlreiche Bürgerkriegsflüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo. Zu einer näheren Auseinandersetzung mit diesem komplexen Thema lud daher nun der Missio Fluchttruck ein. Er machte dabei zwei Tage lang Station auf dem Schulhof der Realschule St. Ursula machte. Die Schüler des Ursula-Gymnasiums konnten sich zudem bei einem weiteren Halt auf dem Europaplatz informieren.

Die Flucht eines Menschen als Beispiel für Millionen
Im Rahmen einer multimedialen Ausstellung konnten die Jugendlichen einen Menschen, der symbolhaft für viele Schicksale steht, auf verschiedenen Stationen seiner Flucht begleiten. Dabei erfuhren sie auch mehr zum Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo sowie zu den Gründen, die Menschen zur Flucht bewegen.
So zum Beispiel lernten sie, dass Coltan – einer von vielen für die Herstellung von Handys benötigten Rohstoffe – unter menschenunwürdigen Umständen in Minen in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wird und verantwortlich für das Elend vor Ort ist. Daher wurden parallel zum Besuch des Fluchttrucks auch alte Handys und Tablet gesammelt, damit wichtige Rohstoffe recycelt werden können.
Neben den unterschiedlichsten Fluchterfahrungen rückte die Ausstellung auch die außergewöhnlichen Wege der Menschen in den Vordergrund, nach solch einem traumatischen Erlebnis neue, ganz individuelle Lebensperspektiven zu entwickeln.
„Besuch hat sich gelohnt“
Ruben, Mia und Marion (Klasse 9) zeigen sich nach dem Besuch der Ausstellung beeindruckt. „Es war sehr interessant, einen Menschen virtuell zu begleiten und zu erfahren, was er während und nach seiner Flucht erlebt hat. Der Besuch des Trucks hat sich auf jeden Fall gelohnt“, so das Fazit.




























