StartLokalesDorstenJede Menge Gründe, um zu feiern

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Ein Familienunternehmen - EP: Elektro Schlagenwerth. Foto: Christian Sklenak

Anlässe zu feiern hätte Markus Schlagenwerth mit seinem Team sowie seinen Kunden mehr als genug gehabt. „Aber leider ließ es Corona nicht zu“, bedauert er. Da auch das Herbstfest in Holsterhausen dieses Jahr erneut ausfällt, kann auch das 67-jährige Geschäftsbestehen nicht mit seinen Kunden gefeiert werden.

Firmengeburtstage, Firmenzugehörigkeit und Jubiläen

Wir sind im Familienunternehmen auf der Freiheitsstraße verabredet. Hier packt der Chef weiterhin noch mit an: Er fährt noch raus zu seinen Kunden, saugt aber genauso gut den Teppich im Eingangsbereich seines Geschäftes, so wie ich ihn auch heute antraf. Dieses Verhalten macht aber sicher auch die angenehme Atmosphäre des Unternehmens aus. Und so hat Markus Schlagenwerth selbstverständlich auch alle besonderen Daten der Jubilare parat.

So schnell vergehen zehn Jahre

„Den Anfang macht Annika mit zehn Jahren bei uns im Unternehmen“, erinnert er sich daran, wie die damals 20-Jährige die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau bei ihm begann. „Sie war die richtige Wahl und passt immer noch perfekt in unser Team.“ Auch Annika Meier sieht es ähnlich. „Ich fühle mich hier sehr wohl und habe gar nicht gemerkt, wie schnell zehn Jahre vergangen sind.“ In diesen Jahren hat sich die Technik bei den Elektrogroßgeräten so sehr verändert, dass die Holsterhausenerin fast ein Jahr brauchte, um wirklich alle Fragen ihrer Kunden beantworten zu können. „Aber zum Glück konnte ich mich auf meine Kolleginnen verlassen, die mir immer hilfreich zur Seite standen“, freut sie sich, denn „für uns alle hier ist eine gute Beratung ebenso wichtig wie Alternativen oder Lösungen bei Lieferschwierigkeiten unserer Lieferanten zu finden.“

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40 Jahre im Team

An zweiter Stelle der erwähnenswerten Daten folgt bereits der Inhaber selbst. „Vor 27 Jahren übernahm ich das Geschäft von meinen Eltern“, erzählt er und erinnert sich an die Reibereien zwischen ihnen darüber, wie das Unternehmen in Zukunft geführt werden sollte. 40 Jahre im Team Schlagenwerth und damit länger als ihr jetziger Chef ist Monika Naujoks. Sie machte ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau noch beim Senior des Fachgeschäftes. „Damals hatten wir allerdings noch Fahrräder, Glas, Porzellan und weiteren Hausrat“, erinnert sie sich. Ihr jetziger Chef greift den Hinweis auf: „Zum Glück haben wir uns trotz aller ‚Unkenrufe‘ aus Fachkreisen auf Weiße Ware spezialisiert und uns 1997 vom Hausrat getrennt“, ist der 58-Jährige immer noch sichtlich froh über seine damalige Entscheidung.

Geschäftsinhaber Markus Schlagenwerth. Foto: Christian Sklenak

Blick über den Tellerrand

„Veränderungen müssen sein“, erklärt er mir aus Erfahrung mit einem Schmunzeln, denn ganz gerade war auch sein persönlicher Lebensweg nicht. Nach seinem Fachabitur sollte der junge Markus auf Wunsch seiner Eltern ursprünglich in die Lehre gehen, entschloss sich aber buchstäblich in letzter Minute für das Abitur und begann im Anschluss daran eine Lehre zum Elektroinstallateur. „Als ich dann aber eine Bäuerin kennenlernte, wollte ich natürlich Bauer werden und studierte folglich Agrarwissenschaft.“ Mit dem Ende der Beziehung verflog auch sein Interesse an der Landwirtschaft und Markus Schlagenwerth begann eine weitere Ausbildung, dieses Mal im Einzelhandel. Ausdrücklich von ihm gewünscht jedoch nicht im elterlichen Unternehmen, sondern in Lünen. „Ich wollte über den Tellerrand schauen und sehen, wie andere Firmen geführt werden.“

Veränderungen müssen sein

Als er dann die Firma übernahm „schepperte es natürlich oft zwischen meinen Eltern und mir“, gibt der Firmeninhaber, wie bereits anfangs erwähnt, noch einmal offen zu. Aber da seine Änderungen bei seinen Kunden gut ankamen, schloss er acht Jahre später kurzerhand auch noch den Zugang zum Kellergeschoss. Viele seiner Kunden erinnern sich bestimmt noch an die Treppe, die hinunter in den Keller führte. „Dort unten standen eh nur die Ladenhüter und die Treppe nahm mir oben im Geschäft viel Platz weg. Jetzt ist die Verkaufsfläche nicht mehr so auseinandergerissen“, ist Markus Schlagenwerth nun zufrieden. Und da Veränderungen sein müssen, wie der Holsterhausener anfangs bemerkte, ist das möglicherweise nicht die letzte Veränderung in seinem Fachgeschäft.

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