Der Tisa von der Schulenburg-Preis 2020 geht an Claudia Piepenbrock. Ihre kreuzförmig angeordnete Skulptur steht vor dem Gebäude des Tisa-Archivs auf Fürst Leopold.
Die aktuelle Trägerin des Tisa von der Schulenburg-Preis kommt aus Bremen. Mit ihren Installationen will Claudia Piepenbrock Orte „erfahrbar machen“ sowie „neue Spannungsfelder und Begegnungsmöglichkeiten kreieren“. Vor dem Tisa-Archiv auf Fürst Leopold entstand dabei eine begehbare Stahlskulptur, die in das Erdreich eingelassen ist. Verliehen wurde der Preis im August 2022.

1,70 Meter ins Erdreich eingelassen
Aus rostigem Cortenstahl hat die Künstlerin die Einzelteile vor Ort selbst zusammengeschweißt und bis zu 1,70 Meter tief ins Erdreich eingelassen. In der kreuzförmig angeordneten Skulptur führen dabei vier Rampen die Besucher hinunter und wieder hinauf. Seitenelemente aus einer Stahl-Lamellen-Konstruktion vervollständigen die Skulptur.
Die feine Lamellen-Konstruktion ragt über das Bodenniveau hinaus und bietet zudem, abhängig von dem eigenen Standort, offene und geschlossene Blickachsen. „Die Besuchenden können durch das Umherwandern und Eintreten in die Skulptur eine Verbindung zu Körper, Skulptur und dem Umraum herstellen“, erklärt die Künstlerin.
Piepenbrock fügt 40 Klimabäume ins Kunstwerk ein
40 gestiftete Klimabäume der RAG integrierte die Künstlerin in Form von Baumkreisen in ihr Gesamtkunstwerk. „Konzentrisch um die Schächte angeordnet, verbildlichen die jungen Bäume die ausstrahlende Kraft zweier Pole und verlassen im Verlauf ihrer Krümmung das Gelände zum öffentlichen Raum“, betont Claudia Piepenbrock.
Tisa von der Schulenburg-Stiftung
Die 1993 in Dorsten gegründete Tisa von der Schulenburg-Stiftung pflegt nicht nur das gesamte künstlerische Erbe der späteren Ordensfrau Paula, sondern setzt mit dem Förderpreis, der zukünftig alle zwei Jahre vergeben wird, auch Impulse in der aktuellen Kunstszene.




























