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Lebendige Gewässer in der Bibliothek

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In der Ausstellung werden viele verschiedene Themen behandelt. Foto: Lycille Steinkopf

Die Volkshochschule und die Stadtbibliothek zeigen vom 21. September bis zum 21. Oktober die Wanderausstellung „Lebendige Gewässer“. Unsere Schüler-Reporterin Lycille hat sie sich angesehen.

Über 50000 Kilometer Bäche und Flüsse fließen durch NRW. Es gibt dort eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die durch diese Flüsse einen Lebensraum bekommt. Fließgewässer können nicht immer naturnah sein, da sie für den Menschen eine große Wirtschaftskraft besitzen. Das NRW-Landesprogramm ,,Lebendige Gewässer” gibt Bächen und Flüssen viel vom natürlichen Charakter zurück.

In der aktuellen Ausstellung zum Thema in der Stadtbibliothek Dorsten konnte man einzigartige Naturräume, deren Schönheit und Lebendigkeit entdecken. Herausgeber der Ausstellung sind das Ministerium für Klimaschutz Umwelt Landwirtschaft Natur und Verbraucherschutz des Landes NRW (MKULNV) und die Natur und Umweltschutzakademie in NRW (NUA). Über das Thema ”Unsere Flüsse, unsere Lebensräume” könnte man an einer Diskussion teilnehmen.

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In der Ausstellung werden viele verschiedene Themen behandelt. Einige möchten wir hier vorstellen.

Lebendige Gewässer und Hochwasserschutz

In den letzten Jahren gab es mehrere Unwetter und Stürme auch mit teilweise sehr schweren Folgen. Überschwemmungen brachten große Zerstörungen. Ein naturnaher Gewässerschutz, der die Gefahr von Hochwasser vermindert, ist daher ein Beitrag zum verbesserten Hochwasserschutz. Großflächige Auenlandschaften nehmen das Wasser auf. Es verteilt sich in der Aue und wird dort zurückgehalten, dies mindert flussabwärts die Hochwassergefahr durch Wasserfluten.

Lippe Dorf hervest
Die Lippe bei Hervest. Foto: Archiv / Petra Bosse

Landwirtschaft ist Teil des Gewässerschutzes

In der Vergangenheit wurden Flüsse oft begradigt, um ufernahe Auen landwirtschaftlich zu nutzen. Dabei entstehen für den Fluss verkürzte Fließstrecken. Dadurch entsteht ein größeres Gefälle. Resultat: Das Wasser fließt schneller ab, der Grundwasserspiegel sinkt und die Auenlandschaft wird dadurch trockengelegt. Auch Schadstoffe und hohe Mengen an Nährstoffen gelangen in den Fluss. Dazu aber gibt es Maßnahmen. Die Schaffung von naturnahen Uferrandstreifen, gewässerfreundliche Bewirtschaftung ufernaher Flächen gehören dazu, ebenso die Gewinnung von Flächen für einen naturnahen Auenentwicklung.

Wassertiere bürgen für Qualität

Auch kleine Lebewesen haben eine wichtige Aufgabe. Ein bekanntes Beispiel sind Köcherfliegen, sie zeigen wo die Wasserqualität am besten ist. Sie bevölkern neben ganz vielen anderen Lebewesen die Fließgewässer. sie sind die „mobile Reinigungstruppe“ und entfernen zum Beispiel Herbstlaub vom Wasser. Gibt es viele kleine Lebewesen weist dies auf eine hohe Wasserqualität hin.

Der Eisvogel – eine einzigartige Vogelart

Der Eisvogel findet im lebendigen Gewässer wieder seinen Lebensraum. Er ist sehr selten und fast tropisch. Dazu benötigt er reichlich kleine Fische zur Aufzucht seiner Brut. Er ist streng geschützt und in unseren Wasserlandschaften nur selten anzutreffen.

Der Eisvogel ist streng geschützt. Foto: Pixabay

Die Werre erstrahlt in neuer Gestalt

Die Werre ist ein Nebenfluss der Weser. Ihr Weg führt durch viele Städte unter anderem Detmold, Lage, Bad Salzuflen, Herford und Löhne. Sie hatte damals eine schlechte Wasserqualität und ein industriell geprägtes Landschaftsbild. Ein Grund dafür wieso viele Pflanzen und Tierarten sich zurückzogen. Renaturierungsmaßnahmen zeigen nun Erfolge: Stellenweise bekommen Gewässer und Ufer eine natürliche Gestalt und die Durchgängigkeit für Tiere verbesserten sich.
Flüsse wie die Ems, die Ruhr, die Altenau, die Bastau und auch die Lippe hatten in den letzten Jahren einen sehr großen Wandel was Wasserqualität Tier Besiedelungen und Aussehen angeht.

Menschen bringen Gewässer in Gefahr

Gewässer Verbauungen sind eine direkte Folge unserer Siedlung- und Wirtschaftsaktivität wir Menschen nehmen Wasser, wir leiten Schadstoffe in Fließgewässer, wir stauen Bäche und Flüsse, wir begradigen sie und befestigen ihre Ufer und lassen ganze Bäche in Rohren verschwinden deshalb nimmt das Ökosystem einen sehr großen Schaden Allerdings entwickelt sich immer mehr ein Bewusstsein für die Zusammenhänge, um das Ziel naturnahe Fließgewässer zurückzugewinnen.

Die Ausstellung „Lebendige Gewässer“ ist noch bis zum 21. Oktober in der Stadtbibliothek zu sehen. Mehr Informationen hier.

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