Es ist derzeit sehr ruhig um die AFD geworden – CDU hat höchsten Anstieg

ZDF-Politbarometer März II 2020: Corona-Krise: Große Zufriedenheit mit den Maßnahmen der Regierung – Union legt sehr stark zu – AfD verliert

Vom Krisenmanagement der Bundesregierung profitiert ganz klar die Union. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme sie auf 33 Prozent, ihr bester Wert seit fast zwei Jahren.

Im Vergleich zur letzten Umfrage ist das ein Plus von sieben Prozentpunkten, das ist der höchste Anstieg, den es jemals in der Politbarometer-Projektion gab. Die SPD erreichte 15 Prozent (minus 1) und die AfD hätte mit nur noch 10 Prozent (minus 4) deutliche Einbußen.

ZDF-Politbarometer März II 2020
Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre … Quelle: „obs/ZDF/Forschungsgruppe Wahlen“

Die FDP bliebe unverändert bei 6 Prozent und die Linke unverändert bei 8 Prozent. Die Grünen lägen bei 22 Prozent (minus 1) und die anderen Parteien zusammen bei 6 Prozent (minus 1). Damit hätte neben einer Koalition aus CDU/CSU und Grünen jetzt auch wieder ein Bündnis aus CDU/CSU und SPD eine knappe Mehrheit.

Top Ten: Merkel und Söder stark verbessert

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker liegt weiterhin Angela Merkel auf Platz eins.

Auf der Skala von +5 bis -5 erhält sie einen stark verbesserten Durchschnittswert von 2,3 (Mrz. I: 1,4).

Aufgerückt auf Platz zwei ist Markus Söder, der mit 1,8 (Mrz. I: 0,8) einen Sprung nach oben macht.

Es folgen Jens Spahn, der mit 1,7 wieder in die Top Ten einsteigt, Olaf Scholz mit 1,6 (Mrz. I: 0,9) und Robert Habeck mit 1,2 (Mrz. I: 0,9).

Neuzugang Armin Laschet wird ebenfalls mit 1,2 bewertet, danach kommen Annalena Baerbock mit 1,0 (Mrz. I: 0,7), Horst Seehofer mit 0,7 (Mrz. I: 0,3) und Wiedereinsteiger Friedrich Merz mit 0,5.

Am Ende steht Christian Lindner, der mit 0,1 (Mrz. I: minus 0,6) jetzt wesentlich weniger negativ beurteilt wird als zuletzt.

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt.

Die Interviews wurden in der Zeit von 23. bis 26. März 2020 bei 1.473 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben.

Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt.

Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.

Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 41 Prozent, SPD: 17 Prozent, AfD: 4 Prozent, FDP: 6 Prozent, Linke: 7 Prozent, Grüne: 24 Prozent.

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