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Aktionstag „Lautstark gegen Gewalt“ setzt starke Zeichen

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Der Aktionstag „Lautstark gegen Gewalt“ im Treffpunkt Altstadt vereinte Kreativität und Prävention. Das Paul-Spiegel-Berufskolleg überzeugte im Collagen-Wettbewerb, während das „Body+Grips“-Mobil und der Pedelec-Simulator der Polizei Besucher aktiv einbanden.

Am Samstag, den 5. Oktober 2024, fand der vom Jugendrotkreuz Dorsten organisierte Aktionstag „Lautstark gegen Gewalt“ im Treffpunkt Altstadt statt. Mit kreativen Aktionen und interaktiven Angeboten wurde ein starkes Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Der Collagen-Wettbewerb der Dorstener Schulen und verschiedene Aktionsstände sorgten dabei für besondere Aufmerksamkeit.

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Der erste Preis beim Collagen-Wettbewerb ging an das Paul-Spiegel-Berufskolleg. Foto: Sabrina Czupiol

Zu Beginn des Aktionstages stellte Philipp Bosomprah, Leiter des Jugendrotkreuzes Dorsten, das Motto „Was tust du, was machst du?“ in den Mittelpunkt. Mit Fragen wie „Sollen alle Menschen gleich sein?“ und „Brauchen wir mehr Polizei?“ regte er Gespräche an. Diese führten zum Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung und Zivilcourage.

Foto: Sabrina Czupiol

Paul-Spiegel-Berufskolleg gewinnt den Collagen-Wettbewerb

Der Collagen-Wettbewerb war eines der Highlights des Tages. Den ersten Platz sicherte sich das Paul-Spiegel-Berufskolleg, das das Zitat von Mahatma Gandhi „Gewalt ist die Waffe des Schwachen“ in den Fokus rückte. Die Schülerinnen und Schüler verknüpften diese Aussage mit aktuellen Zeitungsartikeln über Gewalttaten. Zudem stellten sie praktische Sicherheitsmaßnahmen vor, die Menschen in gefährlichen Situationen helfen können.

Darunter das sogenannte „Luisa-Codewort“. Wird in Bars oder Kneipen die Frage „Ist Luisa hier?“ gestellt, signalisiert dies dem Personal, dass die Person in einer Notlage ist und Hilfe benötigt wird. Darüber hinaus informierten die Schülerinnen und Schüler über weitere präventive Maßnahmen und Hilfsmittel, wie die „Safenow-App“, die „Vivatar-App“ und die Webseite „www.zivile-helden.de“, die Zivilcourage fördern und Unterstützungsnetzwerke bieten.

Foto: Sabrina Czupiol

Der zweite Platz ging an die Agatha-Schule und den dritten Platz erzielte die Antoniusschule. Alle Preisträger dürfen sich über eine finanzielle Unterstützung für ihren Förderverein freuen. Die Sparkasse Vest unterstützte den Wettbewerb mit großzügigen Preisgeldern. Das Paul-Spiegel-Berufskolleg erhielt 300 Euro für den ersten Platz, während die Agatha-Schule und Antoniusschule mit 200 Euro bzw. 100 Euro prämiert wurden.

Spannende Mitmachaktionen mit dem Jugendrotkreuz

Neben dem kreativen Wettbewerb bot der Aktionstag auch spannende Mitmachaktionen. Besonders das „Body+Grips“-Mobil des Jugendrotkreuzes Westfalen-Lippe zog viele Kinder an. Hier konnten sie aus vorgefertigten Superhelden-Materialien eigene Poster gestalten und diese mit ihren persönlichen Stärken und positiven Eigenschaften beschriften.

Das Body+Grips-Mobil lockte mit verschiedenen Aktionsangeboten. Foto: Sabrina Czupiol

Auch für die Erwachsenen gab es interaktive Angebote. Die Polizei stellte einen Pedelec-Simulator bereit, der es den Besuchern ermöglichte, gefährliche Verkehrssituationen nachzustellen und die eigene Reaktionsgeschwindigkeit zu testen. Die Teilnehmer waren überrascht, wie herausfordernd es sein kann, in kritischen Momenten richtig zu handeln, und lobten die realistische Simulation, die das Bewusstsein für Verkehrssicherheit schärfte.

Foto: Sabrina Czupiol

Zum Abschluss des Aktionstages wurde ein gemeinsames Banner mit der Aufschrift „Lautstark gegen Gewalt“ gestaltet und gemeinsam ordentlich Lärm gemacht.

Größere Resonanz wäre schön gewesen

Obwohl das Wetter mitspielte und es ein breites Angebot an Aktivitäten gab, blieb die Besucherzahl jedoch hinter den Erwartungen zurück. Philipp Bosomprah äußerte sich dazu mit gemischten Gefühlen. „Natürlich hätten wir uns eine größere Resonanz gewünscht. Gewalt ist ein Thema, das uns alle betrifft, und es ist schade, dass nicht mehr Menschen die Gelegenheit genutzt haben, aktiv daran teilzunehmen,“ sagte er. Dennoch bleibt das Jugendrotkreuz fest entschlossen, weiter gegen Gewalt vorzugehen und neue Wege zu suchen, um das Thema in die Gesellschaft zu tragen.

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