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Asiatische Hornisse in NRW: Eine Bedrohung für lokale Bienenvölker

Veröffentlicht am

Erstmals im Jahr 2020 in NRW gesichtet, breitet sich die asiatische Hornisse weiter in der Region aus und wird als potenzielle Bedrohung für die Imkerei angesehen.

Während lokale Imker besorgt reagieren, gibt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) an, dass der negative Einfluss auf heimische Insekten bisher noch nicht messbar sei, aber sie stellt insbesondere für bereits geschwächte Bienenvölker eine Gefahr dar.

Erstmalige Sichtungen und aktuelle Fundorte

Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) sei die Asiatische Hornisse erstmals im Jahr 2020 im Kreis Heinsberg gesichtet worden. „Im Jahr 2022 wurden Exemplare in Düsseldorf, Duisburg, Köln und Grevenbroich entdeckt“, teilt Lanuv mit. Mittlerweile auch in der Gemeinde Raesfeld.

Besorgnis unter Imkern

Imker aus Raesfeld zeigen sich aktuell besorgt und haben einen Bürgeraufruf gestartet, bei Sichtung von Nestern oder Hornissen diese zu melden. Sie sehen die Asiatische Hornisse als potenzielle Bedrohung für die Imkerei, insbesondere für bereits geschwächte Bienenvölker.

Wirkung auf heimische Insekten

Laut Lanuv sei der negative Einfluss der Asiatischen Hornisse auf heimische Insekten bislang nicht messbar. Im besiedelten Raum würden zwischen 66 und 80 Prozent der erbeuteten Tiere Honigbienen sein. Da die lokalen Honigbiene keine speziellen Abwehrmechanismen entwickeln konnten, werde die Asiatische Hornisse als Bedrohung angesehen.

Das Nest einer Asiatischen Hornisse. Foto: Pixabay

Merkmale der Asiatischen Hornisse

Arbeiterinnen dieser Hornissenart erreichen eine Körperlänge von bis zu 2,5 cm und Königinnen bis zu 3 cm. Damit sind sie etwas kleiner als heimische Hornissen.

Die Nester der Asiatischen Hornisse sind meist im Freien, oft in Bäumen, in einer Höhe von bis zu 10 Metern zu finden. Das Nest weist eine elliptische Form auf und am Ende des Sommers könnte es eine Größe von 80 bis 100 cm erreichen, mit einer Einzelzahl zwischen 1.000 und 2.000 Tieren.

Hornissen
Nest einer Europäischen Hornisse. Foto: Petra Bosse

Globalisierung und Klimawandel begünstigen die eingeschleppte Art

Die Asiatische Hornisse, auch bekannt als Vespa velutina, ist ein Insekt aus der Familie der Echten Wespen. Ursprünglich in Asien beheimatet, hat sie sich in den letzten Jahrzehnten in anderen Teilen der Welt, einschließlich Europa, ausgebreitet. Die Ausbreitung in neuen Gebieten ist oft mit negativen ökologischen Auswirkungen verbunden, da die Asiatische Hornisse ein Raubtier ist, das lokale Bienenpopulationen dezimiert, was dadurch Einfluss auf die Bestäubung und Honigproduktion haben kann.

Gefährlichkeit des Stichs für den Menschen

Wie bei anderen Wespen kann auch der Stich der Asiatischen Hornisse schmerzhaft sein. Für die meisten Menschen ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Es kann zu lokalen Reaktionen wie Schwellungen, Rötungen und Juckreiz kommen.

Die Angriffe auf Menschen resultieren meistens aus falschem Verhalten gegenüber den Tieren (nach ihnen schlagen, wegpusten oder sie zertreten). Lediglich bei der Verteidigung des Nestes reagieren die Tiere zum Teil aggressiv.

Allergische Reaktion nach einem Stich

Wie bei der Europäischen Hornisse gilt auch bei Stichen durch die Asiatische Hornisse, dass nur in sehr seltenen Ausnahmefällen (nur bei etwa 2 -3 % der Bevölkerung) allergische Reaktionen ausgelöst werden können. (Quelle: Nabu)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Stich der Asiatischen Hornisse für die meisten Menschen schmerzhaft, aber nicht gefährlich ist. Menschen mit einer bekannten Wespenallergie sollten jedoch besonders vorsichtig sein und möglicherweise präventive Maßnahmen ergreifen, um Stichen vorzubeugen. Quelle: Wikipedia

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