Holsterhausen. „Gibt es hier auch Zitteraale?“ Die sind dann doch etwas weiter weg: „In Südamerika“. Rund 20 Kinder sind zum Sommerferienspaß der Stadt Dorsten angereist.

Sie haben viele Fragen im Gepäck. Begeistert entdecken sie die Gewässer rund um den Blauen See; machen an drei Stationen Halt. Gewässerwarte warten an jeder Einzelnen auf sie.

Mit Angel und Kescher begeben sich die Kinder auf die Spurensuche nach Fischen, Flusskrebsen und Kleintieren.

Herzensangelegenheit für Kinder

„Wir machen beim Sommerferienspaßprogramm der Stadt Dorsten mit, weil es uns sehr am Herzen liegt, den Kindern die heimischen Gewässer näher zu bringen“, sagt Markus Meyer, zweiter Vorsitzender des Angelsportvereins Pinn-Wipp.

In Kooperation mit dem Umweltbildungsprojekt „FINNE-Fischwelt in NRW neu entdecken“ gelingt das Vorhaben. Neugierig betrachtet eine kleine Truppe einen amerikanischen Flusskrebs.

Hoffnung für heimische Krebse?

„Im Blauen See haben wir keine heimischen Flusskrebse mehr“, sagt Markus Meyer. Grund dafür: Der amerikanische Artgenosse trägt eine Krankheit in sich, gegen die heimische Flusskrebse nicht immun sind.

„Ein infizierter Krebs reicht, um eine ganze Population zugrunde zu richten.“ Heute erfährt er: „Man hofft, dass die einheimischen Krebse immun dagegen werden“.

Die Kinder wollen alles genau wissen: „Wie kommt die Krankheit durch den Panzer?“, fragt ein Junge. „Die Krankheit frisst sich an dünnen Fäden hindurch und höhlt den Krebs von innen aus“, erklärt Lea Siebenborn vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe und veranschaulicht es.

Zurück in die Freiheit

Zuvor haben sie Krebse eingefangen. Mutige treten vor und streicheln die Panzer. Andere scheuen noch leicht zurück. „Wir ärgern sie jetzt nicht weiter“, meint Lea. Kurz darauf lässt sie die Tiere frei. Schnell verschwinden sie im See und tauchen ab.

So haben die rund 20 Entdecker an diesem Tag viel dazugelernt und bis zuletzt aufgeweckt Fragen gestellt. Ein Ferienspaß, der lebhaft Wissen vermittelt.

Hautnah erleben sie an diesem Tag, was sich im Blauen See für Leben tummelt. Am Ende gibt’s noch ein Bratwürstchen und kalte Getränke.

Weiterer Termin

Wer selbst teilnehmen möchte, kann dies noch tun: Ein zweiter Termin ist am 17. August vorgesehen. Weitere Infos hierzu gibt’s direkt auf der Seite vom ASV Pinn-Wipp.

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Marie-Therese Gewert
Hallo, ich bin Marie. Schon während meines Studiums in Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule schlug mein Herz für die Geschichten der Menschen. Als freie Mitarbeiterin war ich während meines Studiums stets für die WAZ Dorsten unterwegs. Danach zog es mich nach Kassel zum Volontariat bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, kurz HNA. Im Dezember 2017 wurde ich in einer Kommunikationsagentur in Düsseldorf tätig. Im Mai 2018 entschied ich mich für die Selbstständigkeit. Seither arbeite ich für verschiedene Auftraggeber, journalistisch und beratend. Ich schreibe für dorsten-online.de, weil die Plattform von Menschen aus der Heimat für Menschen aus der Heimat gemacht wird. Ich freue mich, Sie mit Beiträgen und Informationen aus der Region versorgen zu dürfen. Anregungen, Fragen und Hinweise nehme ich gerne entgegen. Marie-Therese Gewert

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