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Ausbau der Windenergie: „NRW müsste drei Mal so schnell sein“

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Rückt das Erreichen der Klimaziele in immer weitere Ferne? Nach einer Experten-Analyse kommt NRW jedenfalls beim notwendigen Ausgabe der Windenergie nicht voran.


20 Prozent der landesweit in 2021 neu gebauten Windkraftanlagen stehe in Coesfeld. Auch Haltern am See gilt mit 56 Megawatt (MW) installierter Leistung in 2020 als Windenergie-Hochburg. Dorsten setzt eher auf Photovoltaik und produzierte 2020 damit 45 MW.

Im vergangenen Jahr sind in NRW 83 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 331 MW in Betrieb gegangen. Das macht ein Leistungsplus von lediglich 17 MW gegenüber 2020. Diese Zahlen hat jetzt die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) veröffentlicht. Das seien „maximal ein Drittel des Zubaus, der notwendig ist, damit das Land NRW seine eigenen Klimaziele bis 2030 erreicht“, erklärt Reiner Priggen, Vorsitzender des Landesverbands Erneuerbarer Energien (LEE).

Verfahren verkürzen und Nutzforste öffnen

NRW sei damit hinter Niedersachsen (421 MW) und Brandenburg (412 MW) im Ländervergleich bei der neu installierten Windenergieleistung auf Platz drei gelandet, müsse nun aber deutlich zulegen. Priggen: „Damit Deutschland seine 2030er Klimaziele erreicht, ist spätestens ab 2026 jährlich mindestens ein bundesweiter Bruttozubau von 10.000 MW notwendig.“ Die Landesregierung müsse daher „das geplante Zwei-Prozent-Flächenziel der Bundesregierung und die Öffnung der Nutzforste für die Windenergie umsetzen“ sowie Bearbeitungszeiten für die Genehmigungsverfahren „deutlich“ verkürzen.

Genug Platz für neue Windenergieanlagen

Der LEE sieht in der vorgelegten Analyse „genügend Flächenpotenziale für neue Windturbinen in allen fünf Regierungsbezirken“ und auch „genügend Potenzial für das Repowering, sprich den Austausch alter gegen moderne, weitaus leistungsstärkere Windenergieanlagen“.

Repowering-Offensive

Nach der aktuellen FA Wind-Auswertung waren Ende 2021 landesweit 3.560 Anlagen mit zusammen 6.340 MW Leistung in Betrieb, die durchschnittliche Leistung je Anlage lag also bei nur knapp 1,8 MW. „Heute werden in der Regel Windkraftwerke mit mehr als 5 Megawatt Leistung genehmigt, die Landesregierung wäre gut beraten, eine Repowering-Offensive zu starten“, fordert Priggen.

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