Die Schüler des Gymnasium Petrinum Dorsten standen vor einem Jahr vor einer großen Entscheidung. Man schreibt entweder eine Facharbeit, oder man versucht sich an einem kreativen Projekt. Für viele Schüler fiel die Entscheidung leicht. Gleich drei Projektkurse haben sich gebildet. Aber was kann man sich unter einer Projektarbeit vorstellen? Die Kurse präsentierten ihre Ergebnisse in einer vielfältigen Ausstellung.
Lichtshows. Filme, Musik, Plakate und Escape Rooms. Die Aula des Gymnasiums Petrinum war am Dienstag prall gefüllt. Die Kurse von Sonia Gayda, Malte Seifert und Natalie Timmermann erarbeiteten verschiedene Projekte, die sie für Freunde und Verwandte ausstellten. Den Schülern wurde nur ein grobes Oberthema gegeben. Wie sie das interpretieren, wurde ihnen überlassen.
Schüler entschieden selbstständig über Projekte
Viele Schüler entschieden sich für eine Projektarbeit anstatt einer klassischen Facharbeit. Eine Schülerin findet vor allem die kreative Arbeit ansprechend: „Um ehrlich zu sein wollte ich anfangs nur keine Facharbeit schreiben. Dann habe ich aber gemerkt, wie viel Spaß so ein Projekt macht. Man wird kreativ und ist ganz frei in der Art und Weise, wie man arbeiten will. Ich kann jedem empfehlen, sich auch für eine Projektarbeit zu entscheiden.“

Auch den Lehrern hat die Arbeit Spaß gemacht. „Ich kann mich nicht daran erinnern, wann das letzte Mal alle Materialien fristgerecht abgegeben wurden. Ihr habt euch super eingebracht und tolle Arbeit geleistet. Dafür möchte ich mich bei euch bedanke“, lobt Lehrer Malte Seifert seinen Kurs.
Die Schüler haben ihre Projekte im Rahmen verschiedener Schulfächer geschaffen. Malte Seifert unterrichtet Mathematik und Erdkunde, seine Fächer flossen in die Projekte seines Kurses mit ein. Außerdem sollte das Projekt etwas mit den allseits beliebten Escape Rooms zutun haben. Was am Ende dabei rauskommt, wurde völlig den Schülern überlassen.
Unter anderem erstellten die Schüler einen digitalen Escape Room, auf dem man von einem Schiff entkommen muss. Um die Rätsel zu knacken, musste man Matheaufgaben lösen. Es gab auch ausgedruckte Blätter mit Rätseln, Höraufgaben und viele weitere Knobelmöglichkeiten.
Escape Rooms, Tierschutz und Kreativarbeit
Drei unterschiedliche Kurse präsentierten ihre Projekte, jedes mit einem eigenen Thema. Der Kurs von Sonia Gayda klärte zum Beispiel zum Thema Tierversuchen und Gewalt gegen Tiere auf. Mit Plakaten, Videos und gebastelten Modellen machten sie auf Tierausbeutung und ihre Folgen aufmerksam. „Ich bin richtig Stolz auf meine Schüler. Sie wollten eigenständig was zum Thema Tierschutz machen, das hat mich total gefreut“, verrät Lehrerin Sonia Gayda.

Der Kunstkurs von Natalie Timmermann konnte sich voll und ganz austoben. Manche illustrierten eine eigene Geschichte, manche malten Gemälde oder produzierten einen eigenen Dokumentarfilm. Das Thema: Der Prozess der anderen Projektarbeiten. Man bekam Eindrücke in die kreativen Prozesse der Schüler, was sie alles vorhaben, aber auch, was sie unsicher macht. Trotz mancher Hürden sind alle Schüler froh, einen Projektkurs gewählt zu haben.
Eigenes Konzert als Abschlussarbeit
Ein ganz besonderes Highlight war der Auftritt von Benjamin Suljagic mit seiner Band. „Ich gehe selber gerne auf Konzerte. Dann kam mir die Idee, für mein Projekt selber ein Konzert zu organisieren. Mit eigener Band, eigener Setlist und allem, was so dazugehört“, verrät der Sänger und Gitarrist.

Die fünfköpfige Band spielte echte Klassiker wie „Creep“ von Radiohead und „Purple Rain“ von Prince. Unter tosendem Applaus und einem Handy-Lichtermeer beendeten die Schüler ihr 40 minütiges Set. Schüler und Lehrer kamen nach dem Auftritt zu der Band, um sie noch einmal abzufeiern. Die eins sollte auf jeden Fall drin sein.











































































