Wenn am Freitag, 10. Juli, um 16 Uhr der Startschuss fällt, geht es beim Dorstener 24-Stunden-Lauf um weit mehr als um gelaufene Kilometer. Es geht um Gemeinschaft, Begegnungen und vor allem darum, gemeinsam Gutes zu tun. Bis Samstag, 11. Juli, um 16 Uhr sind wieder alle eingeladen, im Bürgerpark Maria Lindenhof ihre Runden zu drehen. Laufend, walkend, spazierend oder auch mit Rollstuhl oder Rollator. Das Motto bleibt dabei so einfach wie erfolgreich: Jeder kann mitmachen.
Dass die Vorfreude im Organisationsteam riesig ist, merkt man Michael Maiß sofort an. Gemeinsam mit Heike und Thomas Hein, Oliver Sprungmann und Christian Sklenak steckt der Sportkoordinator der Stadt Dorsten in den letzten Vorbereitungen.
„Wenn wieder so viele Menschen dabei sind wie im vergangenen Jahr, das Wetter mitspielt und diese besondere Begeisterung auf alle überspringt, dann wird es erneut ein fantastisches Erlebnis“, sagt Maiß.
Neue Startplätze
„Zunächst sind alle 1.250 Startplätze vergeben“, konnte das Team bereits zehn Tage vor der Veranstaltung vermelden. „Das hatten wir noch nie“, blickt das Team überwältigt und ein wenig stolz auf die Anmeldeliste.
Ab Freitag, 20 Uhr bis Samstag 15:59 Uhr, können weitere Anmeldungen an der Strecke angenommen werden. „Da es rund um den Start auf der Strecke immer sehr voll ist, können wir augenblicklich nichts tun. Aber wir rechnen damit, dass wir nach dem großen Andrang wieder etwas Platz auf der Strecke haben. Dann können wir neue Startplätze vergeben“, so Thomas Hein.
Gemeinsam laufen – gemeinsam helfen
Der 24-Stunden-Lauf hat sich längst zu einer Veranstaltung entwickelt, bei der der sportliche Gedanke zwar dazugehört, aber längst nicht im Mittelpunkt steht. Viel wichtiger ist das Miteinander.
„Viele kommen einfach vorbei, drehen eine Runde, unterstützen den guten Zweck und genießen die besondere Atmosphäre. Genau das macht unseren Lauf aus“, erklärt Oliver Sprungmann von den Dorstener Autohäusern Automobile Baumann GmbH und MOHAG Automobile Sprungmann GmbH.
Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Runden jemand schafft. Ob ambitionierter Marathonläufer, Familie mit Kindern oder Senior mit Rollator, jeder Beitrag zählt.
Christian Sklenak freut sich vor allem über die enorme Vielfalt der Teilnehmer. „Unternehmen sponsern die gelaufenen Runden ihrer Mitarbeiter, Vereine kommen mit großen Gruppen und selbst die Freiwillige Feuerwehr war schon nachts in voller Einsatzkleidung auf der Strecke unterwegs. Genau diese Mischung macht den Dorstener 24-Stundenlauf so besonders.“
Radio-Highlight: „1LIVE 396“ kommt nach Dorsten
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt in diesem Jahr der Besuch des WDR-Jugendsenders 1LIVE. Die Sendung „1LIVE 396“ macht am Samstagvormittag Halt beim 24-Stunden-Lauf.
Moderatorin Freddie Schürheck wird live vor Ort sein und sich Aufgaben stellen, die die Dorstener für sie bereithalten. Ihr Kollege Benni Bauerdick begleitet die Aktion parallel aus dem Studio.
„Dass Freddie Schürheck zu uns kommt, freut uns natürlich riesig. Das wird sicherlich ein Highlight für unsere Besucher und vermutlich auch für sie selbst“, sagt Heike Hein, die den Kontakt zu 1LIVE herstellen konnte.
Wenn Ausdauer zur Leidenschaft wird
Neben den vielen Freizeitsportlern zieht der Dorstener 24-Stunden-Lauf auch ambitionierte Langstreckenläufer aus ganz Deutschland an.
Einer von ihnen ist Lukas Kreilkamp aus Stuttgart. Im vergangenen Jahr absolvierte er beeindruckende 218 Runden und kündigte bereits in den sozialen Medien an, diesmal noch einen draufsetzen zu wollen. Sein persönliches Ziel: 240 Runden.
„Das bedeutet, trotz kurzer Pausen, im Schnitt alle sechs Minuten eine Runde. Das ist absolute Spitzenklasse“, weiß Michael Maiß.
Auch weitere Top-Läufer der vergangenen Jahre haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Bis auf Dominic Henzler aus Karlsruhe kehren alle Athletinnen und Athleten aus den Top Drei zurück. Zusammen kommen sie auf beeindruckende 841 Runden aus dem Vorjahr.
Jede Runde füllt den Spendentopf
Im vergangenen Jahr wurden mehr als 28.000 Runden gelaufen. Vielleicht fällt in diesem Jahr sogar die Marke von 30.000.
„Das wäre natürlich großartig“, sagt Thomas Hein. Noch wichtiger sei allerdings, dass möglichst viele Menschen mitmachen und damit den guten Zweck unterstützen.
Über 50.000 Euro konnten nach dem vergangenen Lauf an zahlreiche soziale Einrichtungen und Vereine in Dorsten ausgeschüttet werden. Davon profitierten unter anderem die Lebenshilfe, das Tierheim, der Treffpunkt Altstadt sowie der Arbeitskreis Jugend (AKJ). Auch in diesem Jahr sollen wieder zahlreiche kleinere Projekte unterstützt werden.
Besonders erfreulich: Jeder eingenommene Euro landet im Spendentopf. Ob Anmeldegebühr, Currywurst, Pommes oder ein kühles Getränk, sämtliche Erlöse fließen direkt in die Spendensumme. Die Verpflegung für die Teilnehmer entlang der Strecke bleibt selbstverständlich kostenlos.
Ehrenamt macht den Unterschied
Dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt möglich ist, liegt vor allem am großen Engagement der vielen freiwilligen Helfer und langjährigen Sponsoren.
Rund 75 Ehrenamtliche sorgen dafür, dass der Lauf reibungslos funktioniert.
„Unsere Sponsoren halten uns seit Jahren die Treue. Und ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer gäbe es den Dorstener 24-Stundenlauf schlichtweg nicht“, sagt Christian Sklenak stellvertretend für das gesamte Organisationsteam.
Als Hauptsponsor ist von der ersten Stunde die Vereinte Volksbank eG dabei. Nicht nur mit einer großen finanziellen Unterstützung, auch mit der Ausstattung des Orga-Teams mit Shirts, Fleece- und Regenjacken. Auf der Hüpfburg des Hauptsponsors können sich die Kinder tummeln, der Relax-Dome lädt zum erholen ein und auch die Medaillen, die jeder Teilnehmer als Erinnerung bei der Rückgabe seiner Startnummer erhält, wären ohne die Vereinte Volksbank eG nicht möglich. Marketingleiter Ralf Bröker ist nach wie vor beeindruckt: „Unfassbar, wie viele Menschen sich jedes Jahr auf den Weg machen, um Gutes zu tun und um diese tolle Runde im Bürgerpark und am Kanal zu laufen. Unfassbar, wie viele Menschen diese wunderbare Veranstaltung besuchen und für eine fantastische Stimmung sorgen. Und unfassbar, was dieses großartige Orga-Team mit den vielen Helferinnen und Helfern leistet. Da gehen mir glatt die Superlative aus.“
Neues Familienangebot
Erstmals wird in diesem Jahr auch das MUN Versorgungszentrum West gemeinsam mit der Reservistenkameradschaft Dorsten/Gelsenkirchen ein umfangreiches Kinderprogramm auf die Beine stellen.
Geplant sind unter anderem ein Kinderkino in einem Bundeswehr-Lkw, das beliebte Fußballdart sowie die große Hüpfburg des Hauptsponsors, der Vereinten Volksbank eG, die ebenfalls von den Reservisten betreut wird.
Damit entwickelt sich der Dorstener 24-Stundenlauf einmal mehr zu einem Familienfest für alle Generationen und zu einer Veranstaltung, bei der jede Runde, jeder Besucher und jede Spende dazu beiträgt, gemeinsam etwas Gutes für Dorsten zu bewege




























