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Baugenehmigungen für Gas- und Wasserstoff-Leitungen um Dorsten

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Dorsten spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau der Energieinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH, kurz OGE, hat die Planfeststellungsbeschlüsse und damit die offiziellen Baugenehmigungen für vier neue Leitungsbauprojekte erhalten. Mehrere dieser Projekte beginnen oder verlaufen durch Dorsten und stärken damit die Bedeutung der Stadt für die zukünftige Energieversorgung.

Die Genehmigungen betreffen die Leitungen Dorsten Hamborn, Dorsten Marl, Marbeck Heiden sowie Heiden Dorsten. Der Planfeststellungsbeschluss ist die rechtliche Grundlage für Bau und Betrieb der Leitungen. Die Hauptbauarbeiten sollen im Frühjahr 2026 starten.

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Dorsten als wichtiger Knotenpunkt

Besonders im Fokus stehen die Projekte mit direktem Bezug zu Dorsten. Die rund 17 Kilometer lange Leitung Heiden Dorsten verbindet den Kreis Borken mit Dorsten und trägt gemeinsam mit der Leitung Marbeck Heiden zur Sicherung der Erdgasversorgung bei. Beide Leitungen sind zudem für einen späteren Transport von Wasserstoff ausgelegt und unterstützen die Umstellung von L Gas auf H Gas.

Auch die etwa 1,5 Kilometer lange Leitung zwischen Marbeck und Heiden ist Teil dieses Versorgungskonzepts. Ergänzt wird sie durch eine Gasdruckregel und Messanlage sowie die Anbindung an das bestehende OGE Netz.

Wasserstoffleitungen mit Startpunkt Dorsten

Eine besondere Bedeutung hat die neue Wasserstoffleitung Dorsten Hamborn. Sie ist Teil des deutschlandweiten Wasserstoffkernnetzes und startet in Dorsten. Von dort aus verbindet sie eine bestehende Leitung, die künftig von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt wird, mit dem Netz der Thyssengas in Duisburg. Ziel ist es, künftig Wasserstoff ins Ruhrgebiet zu transportieren und damit unter anderem eine klimaneutrale Stahlproduktion zu ermöglichen.

An dem Projekt Dorsten Hamborn sind OGE mit 70 Prozent und die Thyssengas GmbH mit 30 Prozent beteiligt. Die Leitung verläuft durch die Regierungsbezirke Münster und Düsseldorf.

Wasserstoff Leitung Doma Doha
Grafik: Get H2 / FNB Gas e.V.

Verbindung zum Chemiepark Marl

Ebenfalls Teil des Wasserstoffkernnetzes ist die Leitung Dorsten Marl. Auch sie beginnt in Dorsten und schafft eine direkte Verbindung zum Chemiepark Marl. Dort ansässige Industriebetriebe erhalten so die Möglichkeit, ihre Produktion schrittweise auf klimaneutrale Prozesse umzustellen.

Dieses Projekt wird gemeinsam von OGE und der Nowega GmbH umgesetzt, beide Partner halten jeweils 50 Prozent.

Beitrag zur Energiewende

Die Wasserstoffprojekte Dorsten Hamborn und Dorsten Marl sind Teil der Initiative GET H2. Ziel ist der Aufbau einer bundesweiten Wasserstoffinfrastruktur als Grundlage für die Energiewende. Gefördert werden die Vorhaben durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit den genehmigten Leitungsprojekten rückt Dorsten weiter in den Mittelpunkt der regionalen und überregionalen Energieversorgung und wird zu einem wichtigen Baustein für eine klimafreundliche Zukunft.

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