Das Motto des Kiever Orgeltrios in der Gnadenkirche Wulfen lautete: „Brückenschläge“. Ein Titel, der sowohl das musikalische Programm als auch den Zweck des Konzertes beinhaltet. Ab 17 Uhr begann das Benefizkonzert für die Ukraine, schon deutlich vorher füllten sich die Reihen der Gnadenkirche. Doch bevor es mit der Musik losging, hielt Professor Ortwin Benninghoff, deutscher Komponist und Dirigent, eine kleine Eröffnungsrede.
„Der Krieg macht es schwierig für Musiker, an Arbeit zu kommen. Fördergelder werden gestrichen, die Beträge werdem einfach an anderen Stellen mehr gebraucht. Darum bitten wir um Spenden für die Musiker und Musikerinnen vom Camerata Chernigiv des Revutskyi-Colleges“, verkündet Ortwin Benninghoff vor dem offiziellem Beginn des Benefizkonzerts. Yuliia Grytzun, die Orgelspielerin des Abends, kommt ursprünglich aus der Ukraine. Aufgrund des Krieges kann sie ihrer Arbeit als Komponisten für Kinderlieder nicht nachgehen. „Fast sechs Jahre lang dauert der Krieg schon an. Lass uns hoffen, dass dieses Jahr das Kriegsende bringt. Ich wünsche euch allen Gesundheit und Kraft in dieser Zeit.“

Das Kiever Orgeltrio präsentierte diverse Stücke deutscher und ukrainischer Komponisten. Die Musikerinnen schrieben manche Kompositionen sogar selber. Das Motto des Konzertes „Brückenschläge“ fand man in den gespielten Stücken deutlich wider. Die Musikerinnen Mareike Lenz (Flöte), Oksana Popsuy (Violine) und Yuliia Grytzun (Orgel) näherten sich dem Krieg mittels mitreißender Crescendos und emotionaler Harmonien an, welche die Besucher der Wulfener Gnadenkirche mitriss. Insgesamt spielten die Musikerinnen acht Stücke über zwei Stunden hinweg. Eine musikalische Reise, die nicht nur beeindruckende Klangwelten schuf, sondern auch zum Nachdenken anregte.




























