Das „Erler Koornhuus 1832“ wird offiziell am 24. Oktober eröffnet. Gut Ding will Weile haben. Nun ist es geschafft und die Gäste können kommen.

Gut ein Jahr dauerten die Umbaumaßnahmen vom Gutshaus Böckenhoff bis zur Fertigstellung des „Erler Koornhuus 1832“ in Erle. Nun gibt es eine kleine Eröffnungsfeier gemeinsam mit dem Münster-Land-Wirt und den Gewinnern des Namenwettbewerbs.

Seit mehr als einem Jahr ging es im Altbau und im ehemaligen Wohnhaus von Johannes Böckenhoff hoch her. Es wurde geschuftet, es wurden Wände versetzt, neue Treppen eingebaut. Zusammengefasst bedeutet das: kein Stein blieb auf dem anderen, vom Wohnzimmer im Erdgeschoss bis unters Dach. Ein regelrechter Kraftakt, denn bedingt durch Corona klappte auf Anhieb nicht alles, wie ursprünglich geplant.

Jetzt aber großes Aufatmen bei Alexandra und Dirk Böckenhoff in Erle, denn das kleine, aber feine „Erler Koornhuus 1832“ in der Erler Dorfmitte, in Anbindung der Kornbrenner am Kirchplatz 2, ist fertig. „Wir freuen uns jetzt, dass die Gäste einziehen können“, so Dirk Böckenhoff.

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Ankommen und sich wohlfühlen

So richtig aufatmen kann der Perfektionist jedoch noch nicht so ganz. Während seines Rundgangs durch das Haus fallen ihm immer noch Kleinigkeiten auf, die seiner Meinung nach verbessert werden müssten. „Nun lass mal gut sein“, erwidert seine Frau Alexandra lachend. Mit recht, denn jedes Zimmer ist bis ins kleinste Detail bestens durchdacht. Die Betten sind gemacht und warten nur noch darauf, dass sich zukünftig die Gäste hier ausruhen und sich wohlfühlen können. „Hier lässt es sich wirklich gut schlafen. Das haben mein Mann und ich schon probeweise getestet“, fügt Alexandra hinzu und schmunzelt.

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Das ehemaliges Wohnzimmer ist nun ein gemütlicher Aufenthaltsraum für Gäste

Erler Koornhuus 1832 verbindet Tradition und Moderne

Während der Umbaumaßnahme vom Wohnhaus zu einer Unterkunft für Gäste, achteten die Besitzer peinlichst genau darauf, dass neben den vielen Neuheiten, das Alte und Traditionelle im Haus von 1832 erhalten bleibt. Dazu gehören beispielsweise der Parkettboden, die praktischen Einbauschränke in den einzelnen Zimmern, die alten Fliesen im Eingangsbereich und einige Möbelstücke wie antike, schwere Eichenschränke und Spiegel. Mit viel Liebe wurden diese neu aufgearbeitet und sorgen nun dafür, dass sich das Leben der Kornbrennerei und den hier lebenden Familien widerspiegelt. Tradition und Moderne haben Alexandra und Dirk Böckenhoff bestens verstanden miteinander zu verbinden. „Für uns stand nie zur Debatte, dass wir das älteste Wohnhaus in der Erler Dorfmitte abzureißen, denn wir möchten die Tradition Korn, der Erle weit über die Gemeindegrenze bekannt gemacht hat, erhalten“, sagt die Chefin.

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Doppelzimmer mit Boxspringbetten.

Kleine Eröffnungsfeier

Die kleine Eröffnungsfeier am Sonntag findet am 24. Oktober von 14 bis 17 Uhr auf dem zukünftigen Dorfplatz gemeinsam mit dem „Münster-Land-Wirt“, die von André Wachtmeister betrieben werden soll, statt. Dann können Neugierige sich bei einer Führung mit Dirk Böckenhoff durch das Haus selbst einen Eindruck von den Räumlichkeiten des neuen „Erler Koornhuus 1832“ machen.

Über eine Einladung freuen können sich auch die Gewinner_innen des Wettbewerbs für einen Namen des Hauses. Mit diesen wird sich Dirk Böckenhoff, wie er am Sonntag sagt, in Verbindung setzen. „Sie können sich über ein Geschenk freuen, denn sie haben uns wirklich sehr bei der Namensfindung unterstützt und geholfen“, so Dirk Böckenhoff.

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Ausblick in den kleinen Garten, der ebenfalls neu gestaltet wurde. Foto: Bosse

Vorstandsmitglieder der Bürgergenossenschaft beantworten Fragen

An diesem Tag wird auch André Wachtmeister gemeinsam mit der zukünftigen Restaurant- und Betriebsleiterin Natalie Labod und seiner Ape vor Ort sein. Mit dabei sind auch Vorstandsmitglieder der Bürgergenossenschaft. Sie werden über den neusten Stand der Planung die Fragen der Bürger beantworten.

Was die Pläne hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit der Kornbrennerei Böckenhoff und dem Münster-Land-Wirt anbelangt, hat sich Natalie Labod Gedanken gemacht. Diese sind ambitioniert und vielfältig ausgerichtet, um Besuchern im Ort beste Unterhaltung zu bieten. So könne sich Labod gut vorstellen, dass, was die Erlebnisgastronomie anbelangt, ein Erlebnispaket geschnürt werden könne.

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Natalie Labod kann sich eine Zusammenarbeit mit der Kornbrennerei gut vorstellen. Foto: Petra Bosse

Brennereiführung mit Essen und Trinken

Beispielsweise, dass nach einer Brennereiführung die Gäste in der Erler Dorfkneipe noch gemütlich beisammensitzen und Essen und Trinken. In einem eigens dafür reservierten Raum, und nicht wie heute, nach der Führung wieder sofort weiterfahren. Für Labod soll aber weiterhin der Dorfgasthof, wie heute bei Arno, ein Treffpunkt für Jung und Alt werden, getreu dem Motto: die kleine Kneipe in unserer Straße.

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Dirk Böckenhoff geht noch einen Schritt weiter. Er könne sich gut vorstellen, dass zukünftig nach Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Trauungen die Gäste zu ihm kommen. „Wir möchten, mit Blick in die Zukunft, auf alle Fälle auch gemeinsam mit anderen Gastronomen im Ort und der Umgebung eng zusammenarbeiten. So könnte ich mir ein ‚Erlebnis-Tagesprogramm‘ gut vorstellen, wo wir beispielsweise für Fahrradtouristen, nach einer langen Tour am Abend das Endziel sind, damit sie sich hier auszuruhen und den Abend entweder bei uns im Aufenthaltsraum, an warmen Tagen im Garten oder im Gasthof gemütlich ausklingen lassen“, so Böckenhoff. Wie es umgesetzt werden soll, bleibe jedoch abzuwarten, welche Möglichkeiten es gebe und sich anbieten.

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