Sieht vielleicht aus wie ein Schottergarten, ist aber keiner: Stadt legt testweise zwei Staudenbeete mit Splitt als Mulch an. Pflanzenmischung blüht von März bis Oktober.
Die Grünflächenabteilung der Stadt Dorsten hat an der Vestischen Allee (im Bereich der Gabelung in Marler- und Bochumer Straße) sowie an der Gahlener Straße / Ecke Hafenstraße (das Rondell mit der Esel-Steele für den Gahlen’schen Kohlenweg) testweise zwei Staudenbeete mit mineralischem Mulch angelegt. Wichtig an der Stelle: Ein solches Beet ist kein toter Schottergarten, sondern höchst lebendig. Andere Städte haben mit der Pflanztechnik bereits gute Erfahrungen gemacht. Gilt auch für Splitt: Es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

Dicke Schicht Pflanzsubstrat
In diesen Beeten wird zuerst eine dicke Schicht Pflanzsubstrat aufgetragen, und dann mit einer dünneren Schicht Splitt abgedeckt, der die Funktion von Mulch übernimmt. Die Flächen sind komplett mit einer bunten Staudenmischung bepflanzt, die nach dem Anwachsen die Fläche begrünt. Anwohner können sich unter anderem auf Storchschnabel, Pracht- und Nachtkerzen, verschiedene Minzen und Astern, Gräser und Mädchenaugen freuen.
Peggy Schmidt-Piorun von der Grünflächenabteilung erklärt: „Die Staudenmischung blüht von März bis Oktober und ist so gewählt, dass sie die ganze Saison lang blüht. Im Herbst werden wir noch Blumenzwiebeln hinzufügen, damit die Beete im nächsten Jahr schon früh Blüten zeigen.“

Wichtiger Unterschied zu einem toten Schottergarten: Es wird keine Folie eingelegt, die die Fläche praktisch versiegeln würde. Stattdessen bleibt der Boden offen und versickerungsfähig. Die bienenfreundliche Staudenmischung bedeckt nach dem Anwachsen die gesamten Fläche, sodass der mineralische Mulch kaum noch sichtbar ist und kein Aufheiz-Effekt eintritt, der sonst mit Schotterflächen verbunden ist.
Verstärkt werden außerdem Grünflächen an Straßen als Blühwiesen eingesät. Vermehrt zum Einsatz kommen dabei mehrjährige Saatmischungen. Auch auf diesem Wege dürfen sich also Bienen über ein größeres Nahrungsangebot und Passanten über einen blühenden Anblick freuen.




























