„Hömma“! Drei Sitzungen – alle ausverkauft.
Dorsten. Da staunten die Damen beim „Thekentratsch“ wohl nicht schlecht.
Anlässlich der Schließung der Bergwerke im vergangenen Jahr hatte die Frauenkarnevalsgruppe St. Johannes der KFD sich für dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie fanden das passende Rezept und servierten dem Publikum ein delikates Programm aus 22 Zutaten von 27 Frauen.

Ganz nach dem Motto „Der Pott kocht“ brachten die Mädels die Bude bei Maas-Timpert zum Kochen. Dazu warfen sie Humor und Heiterkeit, Sketche, Tratsch und Polka in einen Topf. Besser gesagt in den „Thermomix“.
Früher waren die Männer noch haarig
Eine Prise aus Bütt und Schunkelpausen kam hinzu – und fertig war das Gericht. In der Gaststätte Maas-Timpert war die Stimmung zum Überkochen gut. So entdeckten die Zuschauer Bekanntes aus dem Pott wieder. Sei es „die Dame am Fenster“ die an allem rummeckern muss oder der Sketch mit „Unsern Omma“.

Schwarzes Gold, Bottroper Bier
Doch was wäre Karneval ohne Helau und Tanz? So wurden unter anderem die Tänze „Bergmann“ und „Die Mädchen aus dem Kohlenpott“ präsentiert. Kurz vor Abschluss gab es noch eine Hitparate: Schwarzes Gold, Bottroper Bier und Fußball ist unser Leben, gehören zum Pott wie auch „Blau und Weiß“, Bochum und das ganze Ruhrgebiet.

„Die Damen haben sich monatelang vorbereitet“, sagte Elisabeth Dreckmann, die seit über 25 Jahren dabei ist. Vor fünf Jahren übergab sie den Vorsitz an ihre Tochter Jenny Dreckmann. Und die nächste Generation wächst auch schon heran und so schlummert auch das nächste Funkenmariechen schon im Bauch.

Geehrt wurden Gisela Overbeck für 30, Elisabeth Dreckmann für 25 und Heidi Steinkamp für 35 Jahre Mitgliedschaft der Frauenkarnevalsgruppe St. Johannes.
Aber auch die Männer kamen nicht zu kurz. Sie packen stets mit an, bauen die Requisiten auf, sind die helfenden Hände hinter den Kulissen. So wurde auch Dieter Dreckmann geehrt, der schon „mit so manchen Frauen hinterm Vorhang verschwand“.

Wie immer wird der Erlös der drei Abende an karitative Zwecke gespendet.
von Marie-Therese Gewert
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