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Der Umwelt zuliebe – Wasserspender statt Plastikflaschen

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Reines und erfrischendes Wasser zu genießen, ist in der Gesamtschule Wulfen eine Selbstverständlichkeit

Wulfen. Die Gesamtschule Wulfen hat zwei Wasserspender im Schulgebäude aufstellen lassen. Weit über 800 Plastikflaschen soll das nach vorsichtigen Einschätzungen der Schulleitung mindestens pro Woche einsparen.

Rund 1.400 Kinder und Jugendliche besuchen diese weiterführende Schule. Etliche von ihnen nehmen jeden Tag eine Plastikflasche mit, um ihren Durst zu löschen. An heißen Tagen wie in diesem Sommer sind es vielleicht auch mal zwei.

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Valmire Gashi (Mitte), Vivian Strupp (links) und Renee Reimann (rechts) aus der Klasse 9.4 nutzen das Angebot regelmäßig, frisches Wasser an den Hightech-Automaten in der Gesamtschule Wulfen zu zapfen. Dafür nutzen sie wiederverwendbare Flaschen. Foto: GSW

Ist die Flasche leer, landet sie im Mülleimer, auf der Wiese oder im Gebüsch. „Uns war klar, dass sich das ändern muss“, sagt Schulleiter Hermann Twittenhoff, „Diejenigen, die die Trinkwasserautomaten in Anspruch nehmen, nutzen wiederverwertbare Flaschen und tun damit etwas gegen die Umweltverschmutzung.“

Die Idee der eigenen Wasserautomaten der Gesamt-schule Wulfen kam bei allen gut an, zumal der Stadt Dorsten keine Kosten entstehen. Die Eltern zahlen einen Euro pro Jahr. Dafür können ihre Kinder frisches Wasser zapfen. Das gibt es mit und ohne Kohlensäure. Die Lehrer haben außerdem darauf hingewiesen, dass die Schüler leicht zu reinigende, wiederverwertbare Flaschen mit großer Öffnung benutzen sollen.

Refinanziert über den Elternbeitrag

„Jedes Jahr werden in Deutschland 16,2 Milliarden Einweg-PET- und –Plastikflaschen für den einmaligen Verzehr von Erfrischungs¬getränken verwendet. Demnach produziert jeder Bürger 200 Flaschen pro Jahr an Plastikmüll. Nur 15 Prozent der Flaschen werden zu neuen PET-Flaschen, 85 Prozent werden geschreddert und nach Vietnam, Indien oder China verschifft. Dort wird aus ihnen Polyester für Fleece-Pullover, Softshelljacken und Sporttrikots“, klärt Biologielehrer Frank Berghaus auf. „Wir kühlen, reinigen und filtern das Leitungswasser und bereiten es so auf“, erklärt Hermann Twittenhoff. Die Automaten würden regelmäßig gereinigt. Refinanziert wird das Ganze über den Elternbeitrag.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen trägt Wasser massiv zu einer höheren geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit bei. Wer wenig trinkt, leidet schnell unter Kopfschmerzen und Energiemangel, ist unkon-zentriert und vergesslich. „Unsere Schüler haben mit 75 Prozent den höchsten Wasseranteil am Körpergewicht. Zum Vergleich: Bei Frauen beträgt er 46 Prozent. Schüler müssen viel trinken und benötigen über den Tag verteilt Getränke und zusätzlich wasserreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Obst und Gemüse“, so Frank Berghaus weiter.

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