Dorsten lässt sich impfen. Unter diesem Motto konnten sich am Freitagvormittag die Bürger beim DRK am Gemeindedreieck eine Erst- oder Zweitimpfungen mit dem Impfstoff BionTec abholen.
Eine Auffrischung gab es auch für alle, die vorab mit Johnson & Johnson geimpft worden waren.

Eingeladen dazu hatte der Kreis Recklinghausen und die Stadt Dorsten. Zur Verfügung standen vor Ort 180 Impfdosen. Die Nachfrage war so groß, dass diese nicht ausreichten und nach der offiziellen Öffnung um 12 Uhr gegen 13 Uhr alle 180 Karten vergeben waren. „Wir mussten leider auch vielen Impfwilligen sagen, dass sie um 17 Uhr wiederkommen sollen in der Hoffnung, dass es den Apotheken gelingt, noch weiteren Impfdosen zu organisieren“, so Ludger Böhne, Pressesprecher der Stadt Dorsten.
Wer eine Impfauffrischung, sprich Booster-Impfung, haben wollte, hatten an diesem Tag keine Chance, denn die gab es nicht. Viele zeigten sich enttäuscht, andere schimpften laut und beklagten sich darüber, dass es einfach in Dorsten enorm schwer sei, überhaupt einen Termin beim Hausarzt für eine Drittimpfung zu bekommen. „Ich kann die Enttäuschung der Menschen verstehen, aber unser Ziel ist es aktuell, die Impfquote in unserer Stadt insgesamt zu erhöhen“, fügte Böhne hinzu.

Die Schlange der wartenden Menschen war lang. Die meisten jedoch standen geduldig in Schlange. Teilweise bis zu drei Stunden. Wie Peter Maciejewski aus Holsterhausen. Sauer war aber doch. „Ich finde es zwar gut, dass die Stadt so ein Impfangebot macht, aber für mich ist es unverständlich, dass Impfzentren geschlossen haben und wir jetzt hier ewig lange in der Schlange stehen müssen“. Eine vorherige Anmeldung wäre seiner Meinung besser gewesen, um dadurch die lange Wartezeit zu verkürzen. „Und wer dann den Termin nicht einhält, der sollte dann gerechterweise ein Bußgeld auferlegt bekommen“, war sein Vorschlag. Wer jedoch gegen Mittag kam, ging leer aus und viele Leute zogen enttäuscht wieder ab.
Voller Lidl-Parkplatz
Bedingt durch den großen Zulauf am DRK-Haus war auch der anliegende Parkplatz von Lidl komplett überfüllt. Das ging so weit, dass die Filialleitung die Autos der Nicht-Kunden gegen Mittag sogar abschleppen lassen wollte. „Seit 9 Uhr gibt es hier selbst für das Personal keine Parkplätze mehr. Es ist Wochenende und die Leute wollen einkaufen“, sagte eine Angestellte einer Security-Firma, die auf dem Parkplatz den Verkehr regelte. Und auch das Ordnungsamt der Stadt Dorsten war vor Ort und versuchten das Problem zu lösen, indem sie die PKW-Fahrer auf andere Parkplätze umleiteten.
Bereits im Vorfeld kam die Mobile-Impfaktion in der Stadt gut an. Es wurden fast 1200 Erst-, und rund 450 Zweitimpfungen nach Schließung der Impfzentren verabreicht. Bedingt durch die große Nachweise seien laut Ludger Böhne in Planung.




























