Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen und ein Starterfeld, wie es vielfältiger kaum sein könnte: Der 24-Stunden-Lauf Dorsten ist am Freitagnachmittag erfolgreich gestartet. Pünktlich um 16 Uhr machten sich die Teilnehmer auf den rund einen Kilometer langen Rundkurs durch den Bürgerpark Maria Lindenhof. Gelaufen wird ohne Unterbrechung bis Samstag, 11. Juli, um 16 Uhr.
Schon vor dem Start herrschte im Bürgerpark eine ausgelassene Volksfest-Atmosphäre. Familien, Freundeskreise, Vereine und sportlich ambitionierte Läufer versammelten sich an der Strecke. Viele Zuschauer feuerten die Teilnehmer an, während Musik und zahlreiche Begegnungen für gute Laune sorgten.
100-Jährige führt Starterfeld an
Für einen besonders bewegenden Moment sorgte die älteste Teilnehmerin des diesjährigen Laufes. Mit stolzen 100 Jahren ging Maria Lammers am Rollator an der Spitze des Starterfeldes auf die Strecke. Damit verkörperte sie eindrucksvoll das Motto der Veranstaltung: Beim Dorstener 24-Stunden-Lauf kann jeder auf seine ganz persönliche Weise mitmachen.

Hinter ihr setzte sich ein bunt gemischtes Feld in Bewegung. Zu sehen waren sehr sportliche Läufer ebenso wie Gelegenheitsläufer jeden Alters. Manche gingen mit Walkingstöcken auf die Strecke, andere liefen mit Hund oder schoben einen Kinderwagen vor sich her.
Auch die unterschiedlichen Körperfiguren, Geschwindigkeiten und persönlichen Ziele spielten keine Rolle. Während einige Teilnehmer möglichst viele Runden sammeln wollen, genießen andere einfach einen Spaziergang durch den Bürgerpark. Einzelne Feuerwehrleute nahmen die Herausforderung sogar in kompletter Einsatzkleidung mit Helm an.

Nicht die Geschwindigkeit zählt
Beim 24-Stunden-Lauf geht es nicht darum, die gesamten 24 Stunden durchzulaufen. Jeder entscheidet selbst, ob er eine einzelne Runde, mehrere Kilometer oder sogar einen Marathon absolviert. Bereits vor der Veranstaltung waren zunächst alle 1.250 Startplätze vergeben. Das hatte es in der Geschichte des Dorstener Spendenlaufes bislang noch nicht gegeben.
Im Mittelpunkt steht nicht die sportliche Höchstleistung, sondern die Gemeinschaft. Mit jeder Runde unterstützen die Teilnehmer den guten Zweck. Die Startgelder fließen vollständig in den Spendentopf, aus dem anschließend soziale Einrichtungen, Vereine und Projekte in Dorsten unterstützt werden.

Obst und Getränke an der Strecke
Damit die Teilnehmer auch bei den sommerlichen Temperaturen gut versorgt bleiben, stehen entlang der Strecke mehrere Versorgungsstationen bereit. Dort gibt es kostenlos frisches Obst und Getränke. Die Helfer sorgen dafür, dass die Läufer während des gesamten Tages und auch in der Nacht neue Kraft sammeln können.

Rund 75 ehrenamtliche Helfer sind nach Angaben des Organisationsteams im Einsatz, um den Ablauf, die Anmeldung und die Versorgung sicherzustellen. Die rund einen Kilometer lange Strecke führt durch und um den Bürgerpark zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal.
Wenn es dunkel wird, endet die Veranstaltung noch lange nicht. Auch während der Nacht sollen weiterhin Teilnehmer ihre Runden durch den Bürgerpark drehen. Erst am Samstag um 16 Uhr wird der vierte Dorstener 24-Stunden-Lauf offiziell beendet.
Fotogalerie: Zahlreiche Eindrücke vom Start, von den Teilnehmern und von der besonderen Atmosphäre im Bürgerpark gibt es in der angefügten Fotogalerie.




























