Eine pfiffige Idee soll das Interesse Dorstener Ausbildungsbetriebe wecken

Zu einem spannenden Projekt haben sich Dorstener Schulen für die „Woche des Grundgesetzes zusammengefunden.

Im Bereich der Berufsorientierung durften die Schülerinnen und Schüler einen Stuhl ihrem Berufswunsch entsprechend gestalten. Auf den mehr als 80 Stühlen wurden 39 verschiedene Berufe von mehr als 90 Schülerinnen und Schülern dargestellt. Teilweise wurde in Kleingruppen an den Stühlen gearbeitet.

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Am 28. September wurden sie in der Dorstener Altstadt von Nina Laubenthal, Erste Beigeordnete der Stadt, Martina Lissner von der Jugendberufshilfe, Ausbildungspate Peter Thissen und Ludger Blickmann, dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen sowie den jungen Beteiligten der teilnehmenden Schulen präsentiert.

Aus den Lehrer-Kollegien wurde das Projekt begleitet von Bettina von Bichowski (Neue Schule), Jana Grundwalt-Watermann (Von-Ketteler-Schule), Jörg Graffmann (Haldewangschule), Yasmin Prystawik (Geschwister-Scholl-Schule), Thomas Hillmann (Von-Ketteler-Schule), Ralf Gloger (Von-Ketteler-Schule), und Frau Schieweck (Dietrich-Bonhoeffer-Schule). Ziel der Aktion ist es, potenzielle Arbeitgeber auf die Stühle aufmerksam zu machen und mit den jungen Menschen ins Gespräch zu bringen.

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Praktikum als Einstieg ins Berufsleben

Im Idealfall sollten die Stühle nicht nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern den ein oder anderen Geschäftsmann auch dazu animieren, einen Praktikumsplatz anzubieten, wenn eines der bunt gestalteten Sitzmöbel ihn besonders ansprechen und zu seinen Job-Angeboten passen sollte. Der Kontakt wird dann über die Sozialarbeiter der Schulen hergestellt, die den Ausbildungspaten auch bei eventuellen Fragen zur Seite stehen.

Unterstützt wird das ambitionierte Projekt, das auch von Arbeitgeberseite begrüßt wurde, von der Stadt Dorsten. Jochen Griese hat in seinem Malerbetrieb gute Erfahrung mit der Vergabe von Praktikumsplätzen gemacht: „Wir brauchen Leute, die anpacken können!“ Über eine Mitarbeiterin hat ein 22-Jähriger bei ihm einen Ausbildungsplatz gefunden, der lange seinen Weg im Leben gesucht und diesen über ein Praktikum gefunden hat. Mittlerweile ist er im 1. Lehrjahr und mit Freude bei der Arbeit.

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Den Blick auf Ausbildungsberufe richten

Yasmin Prystawik, Sozialarbeiterin der Stadt für die Geschwister-Scholl-Schule, die mit 18 Schülerinnen und Schülern einer 9. Klasse und deren Technik- und Kunstlehrern vertreten war, hält das Projekt für einen wichtigen Beitrag, um den Stellenwert von Ausbildungsberufen zu stärken.

Damit befindet sie sich in guter Gesellschaft, denn auch die Stiftung Bertelsmann macht sich im Rahmen der Initiative „Chance Ausbildung“ gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit sowie 21 Ministerien aus 15 Bundesländern für dieses Ziel stark und beschreibt dabei das erstaunliche Phänomen, dass sowohl die Jugendlichen als auch die Ausbildungsbetriebe vor großen Herausforderungen stehen.

Auf der einen Seite finden viele Jugendliche keinen geeigneten Ausbildungsplatz, auf der anderen Seite warten viele Arbeitgeber händeringend auf geeignete Bewerber. Umso höher ist der Stellenwert des Projekts „Ein Stuhl. Ein Mensch. Eine Chance.“ einzuschätzen.

Natürlich ist die Präsentation der gestalteten Stühle nur ein, wenn auch wichtiger Zwischenschritt. Jetzt geht es darum, aus Stühlen möglichst viele Praktikumsstellen zu machen. Natürlich werden wir darüber berichten.

Sie sind Ausbilder und einer der Stühle hat Ihr Interesse geweckt? Dann können Sie über einen QR-Code, der am jeweiligen Stuhl befestigt ist, einen Kontakt herstellen.

Weitere Informationen zum Projekt „Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“ gibt es bei Martina Lissner von der Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten unter der Rufnummer 0157 36902582 oder 02362 664580 und E-Mail an [email protected]

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