Nach dem Bekanntwerden von fünf Infektionsfällen und 25 Quarantänepflichtigen bei einem Dorstener Löschzug machen sich viele Bürger Sorgen über die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr.
Diese Sorgen seien unbegründet, betonte die Stadt Dorsten. Zur Sicherheit seien aber anstehende Übungen abgesagt worden.
Auch weiterhin sei mehr als die Hälfte des betroffenen Löschzuges voll einsatzbereit, betonte Stadtsprecher Christoph Winkel. Laut Medienberichten soll es sich bei dem betroffenen Löschzug um Rhade handeln, was aber von der Stadt Dorsten nicht offiziell bestätigt wurde.
Auch allgemein sei der Schutz der Bürgerinnen und Bürger voll gewährleistet. „Wir haben über 400 Einsatzkräfte in acht Löschzügen, dazu kommen rund 80 Hauptamtliche“, so Winkel. Damit verfüge man über die personalstärkste Feuerwehr im Kreis Recklinghausen. Die Quarantäne von 25 Wehrleuten sei eine reine Vorsichtsmaßnahme angesichts der sich immer mehr verbreitenden Omikron-Variante. Nur fünf Angehörige der Feuerwehr seien aktuell nachweislich infiziert. Über die Schwere des Verlaufes gibt es keine Angaben, jedoch sei fast das gesamte Personal komplett durchgeimpft.
Übungen sicherheitshalber abgesagt
Normalerweise treffen sich die Löschzüge alle zwei Wochen zu gemeinsamen Übungen. Dieses Training sei „immens wichtig, da im Einsatzfall die Hilfeleistung als gut geübte Routine ablaufen muss“, so Stadtsprecher Winkel. Allerdings könnten hier einsatzbedingt nicht immer Abstände eingehalten werden. Daher habe die Leitung der Feuerwehr bis auf Weiteres alle Übungen ausgesetzt. Zu Einsätzen werden die Feuerwehrleute aber wie gewohnt ausrücken.
Strenge Hygieneregeln
Die Stadt Dorsten betont, dass die Test- und Hygieneregeln bei der Feuerwehr wesentlich strenger überwacht würden, als in der Coronaschutzverordnung vorgegeben. So gelte etwa eine Maskenpflicht in Fahrzeugen sowie an Einsatzstellen, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.
„Hauptamtliche Kräfte müssen – unabhängig vom Impfstatus – vor Dienstantritt einen negativen Selbst- bzw. Schnelltest vorweisen“, erklärt Christoph Winkel. Bei den ehrenamtlichen Kräften stünden ebenfalls zusätzliche Testkits für eine regelmäßige Testung zur Verfügung. „Davon wird seit Beginn intensiv Gebrauch gemacht“, so der Pressesprecher. „Die Impfquote liegt bei nahezu 100%.“
Im Notfall helfen die Nachbargemeinden
Auch falls es noch wesentlich mehr Corona-Ausfälle bei den Dorstener Löschzügen geben sollte, müsse niemand Angst haben, im Notfall keine Hilfe zu erhalten. Bereits vor Corona habe es schließlich Vereinbarungen mit Nachbarkommunen gegeben, wie etwa Haltern am See, Reken oder Schermbeck. Dorstener Einsatzkräfte waren schon in der Vergangenheit zur Hilfe in diesen Gemeinden ausgerückt und umgekehrt helfen Einsatzkräfte aus diesen Gemeinden in Dorsten mit.
Darüber hinaus können die Kreisleitstellen immer auf benachbarte Einheiten zurückgreifen. „Durch eine Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung ist die Einsatzfähigkeit im gesamten Stadtgebiet weiterhin gesichert“, betont Stadtsprecher Christoph Winkel.




























