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Dorstener Jugendliche setzen Zeichen: „Eine Stunde für den Frieden“

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„Eine Stunde für den Frieden“: Dorstener Jugendliche setzen bewusst unpolitisches Zeichen

Mit einem kleinen Stand und einer klaren Botschaft haben engagierte Jugendliche in Dorsten in den vergangenen Wochen auf sich aufmerksam gemacht. Unter dem Titel „Eine Stunde für den Frieden“ sammelten sie Unterschriften und suchten das Gespräch mit Passanten – bewusst ohne politische Einordnung.

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Initiiert wurde die Aktion unter anderem von Janet Weißelberg, die gemeinsam mit jungen Menschen vor Ort ein niedrigschwelliges Beteiligungsangebot geschaffen hat. Ziel ist es, ein sichtbares Zeichen für Frieden zu setzen und zugleich das Gefühl der Ohnmacht angesichts globaler Krisen zu durchbrechen.

„Viele Jugendliche haben das Gefühl, angesichts der weltweiten Lage nichts bewirken zu können“, erklärt Janet Weißelberg. „Genau da wollten wir ansetzen und zeigen, dass auch kleine Beiträge zählen.“

Ein für den Frieden-Aktion in Dorsten
Janet Weißelberg unterstützt die Jugendlichen. Foto: Jacqueline De Cillia

Mehr als 200 Unterschriften gesammelt

An insgesamt vier Samstagen waren die Jugendlichen in der Dorstener Innenstadt präsent. Mit dabei waren unter anderem Korbinian Endrös, Leo Hellmann, Jonas und Hanna Overbeck sowie Hannah Herberhold. Unterstützt wurden sie zudem von weiteren Engagierten wie Luise Grigoleit, Hanna Steinmann und Rosalie Schug.

„Wir wollten zeigen, dass viele Menschen hier für Frieden sind“, sagt Korbinian Endrös. Ursprünglich hatten sich die Jugendlichen ein Ziel von 100 Unterschriften gesetzt. Dieses wurde deutlich übertroffen: Nach eigenen Angaben kamen bislang mehr als 200 Unterschriften zusammen.

Niedrigschwelliges Mitmach-Angebot

Der Stand selbst war bewusst einfach gehalten. Ein Glücksrad zog die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Die Teilnehmenden erhielten kurze Botschaften wie „Ich bete für Frieden“, die sie unterschreiben und an einer Pinnwand befestigen konnten.

Ergänzt wurde das Angebot durch kleine, symbolische Gesten wie selbstgebackene Friedenstauben oder Armbänder. Auch im Hintergrund erhielt die Aktion Unterstützung, unter anderem durch Ulrike Hellmann.

Klare Abgrenzung von Politik

Die Initiatoren betonen, dass es sich ausdrücklich nicht um eine politische Aktion handelt. Parteien oder konkrete Forderungen stehen nicht im Mittelpunkt. Stattdessen gehe es um eine gemeinsame Haltung.

„Uns war wichtig, keinen politischen Rahmen zu setzen, sondern Menschen zusammenzubringen“, so Weißelberg. Gerade für junge Menschen sei es entscheidend, zu erleben, dass sie nicht hilflos seien.

Zeichen mit bewusst leiser Wirkung

Die Aktion verzichtet bewusst auf große Inszenierung. Stattdessen setzt sie auf persönliche Gespräche und kleine Beiträge. Die zentrale Idee: Jeder kann innerhalb einer Woche eine Stunde für den Frieden einsetzen.

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