Dorstener Spielplätze sollen attraktiver werden

© Stadt Dorsten

Die Spielplätze in Dorsten sollen abwechslungsreicher und attraktiver werden.

Der Rat der Stadt Dorsten stimmt am 27. November über den Spielflächenbedarfsplan ab.

Weniger ist oft mehr – dieses Motto könnte über dem Spielflächenbedarfsplan der Stadt Dorsten stehen, über den die Ratsmitglieder in der nächsten Sitzung am 27. November abstimmen werden.

Bislang gab es in der Stadt Dorsten rund 160 öffentliche Spielplätze – viele davon waren schon nicht mehr als solche zu erkennen. Aus Sicht der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) ist diese Anzahl für eine Stadt in der Größe Dorstens allerdings viel zu hoch. Für eine Flächenstadt wie Dorsten sind als Zielwert 120 Spielplätze angegeben.

Schritt für Schritt zur Wohlfühloase

Die Verwaltung hat es sich entsprechend zur Aufgabe gemacht, die Spielbedingungen für Dorstener Kinder Schritt für Schritt zu verbessern. Auf der einen Seite sollen Spielflächen zurückgebaut werden, auf der anderen Seite sollen die Spielplätze, die bestehen bleiben, an Attraktivität gewinnen. „Öffentliche Spielplätze sind Treffpunkte.

Kinder, Eltern und Großeltern sollen sich hier wohlfühlen und breitgefächerte Aufenthalts- und Spielangebote vorfinden“, erklärt Bürgermeister Tobias Stockhoff und ergänzt: „Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir die eingesparten Mittel, aber auch noch zusätzliche Mittel verwenden.“

Spielflächen wurden analysiert werden

Für die Erstellung des Spielflächenbedarfsplans hat die Stadtverwaltung ein Fachbüro beauftragt, eine Analyse aller Spielflächen in der Stadt durchzuführen und daraus Leitlinien und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Anschließend wurden in enger Zusammenarbeit mit den Grundschulen die Kinder befragt. Die Verwaltungsmitarbeiter wollten wissen, ob die jeweiligen Spielflächen im Stadtteil bekannt sind und ob sie genutzt werden. „Bürgerbeteiligung heißt, dass diejenigen beteiligen werden sollen, die das Vorhaben betrifft. Wenn wir über Spielplätze reden, sind das vor allem die Kinder“, erklärt Tobias Stockhoff.

Darüber hinaus hatten Bürgerinnen und Bürger, Anlieger und Interessierte über eine Online-Plattform die Möglichkeit, Spielflächen zu bewerten – auch hier wurden Bekanntheit und Nutzungsverhalten abgefragt.

Die Ergebnisse dieses mehrstufigen Analyse- und Beteiligungsverfahrens wurden in den elf Stadtteilkonferenzen vorgestellt und diskutiert. In jedem Stadtteil wurden – geordnet nach Prioritätsstufen – schließlich jeweils drei Spielplätze benannt, die bei anstehenden Qualifizierungen zuerst bedacht werden sollen:

  • Wulfen inkl. Barkenberg: Napoleonsweg, Himmelsberg, Robinsonplatz.
  • Holsterhausen: Friedensplatz, Wulfener Landweg, Op de Kuhlen
  • Hardt: Marderweg 1, Emmerichsweg, Liegnitzer Weg
  • Feldmark: Gustav-Mahler-Weg, Brahmsweg und Mendelssohnweg, Judenbusch
  • Lembeck: Zum Holtberg, Lebensteinring, Bolzplatz/Wulfener Straße
  • Rhade: Bogenstraße, Erftweg, Bergstraße
  • Östrich: Am Rehbaum, Nieländer Weg
  • Altendorf-Ulfkotte: Gräwingheide/Lütkenbusch, Gräwingheide/Berkenkamp 2, Bolzplatz/Gildenweg
  • Deuten: Schulhofgelände/Kirchplatz, Franz-Josef-Kellner-Weg, Neuer Spielplatz/Kirchweg Ost
  • Hervest: Marienstraße, Am Strandbad, Wasserstraße
  • Altstadt: Wincksmühle, Fußgängerzone, Auf der Bovenhorst

Spielplatzpatenschaften

Tobias Stockhoff weist darauf hin, dass bereits einige Dorstener Bürgerinnen und Bürger in ihren Stadtteilen so genannte Spielplatzpatenschaften übernommen haben. „Spielplatzpaten sind in erster Linie Ansprechpartner für die Kinder.

Sie sorgen aber auch dafür, dass die Spielplätze sorgsam behandelt werden. Sie melden Schäden und beheben kleine Verunreinigungen bestenfalls selbst“, sagt der Bürgermeister. Der Einsatz von Spielplatzpaten, deren Tätigkeit ehrenamtlich ist, wird mit dem Tiefbauamt der Stadt Dorsten vertraglich vereinbart.

Spielplatz Kreskenhof
Der Spielplatz für Kinder unter drei Jahren am Kreskenhof in Holsterhausen. Foto: Stadt Dorsten

Als ein gutes Beispiel nennt Tobias Stockhoff die Spielfläche am Kreskenhof in Holsterhausen. Dort sei von Eltern der Wunsch an die Verwaltung herangetragen worden, den vorhandenen, schon in die Jahre gekommenen Spielplatz zu einem Spielplatz für Kinder unter drei Jahren umzubauen.

Mit Spenden haben sich Eltern sogar an der Finanzierung beteiligt. Nach der Fertigstellung der Spielfläche wurden dann Spielplatzpatenschaften übernommen.

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