Die Nachfrage ist groß

Wulfen-Barkenberg. Es gibt Menschen, die nur ungern das Haus verlassen, wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag fällt. Der 13. August war so ein Tag. Doch diesmal lohnte sich die Überwindung, denn in Wulfen stand eine ganz besondere Veranstaltung an. Dort stellte das Team „Rad & Tat Barkenberg“ ihre über das Projekt „DigiQuartier“ angeschaffte E-Rikscha vor.

Das Team ist Teil des Projekts und organisatorisch an den Verein Pro GHW e. V. angeschlossen. Unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen konnten am Gemeinschaftshaus Wulfen auch gleich Probefahrten unternommen werden. Ein Angebot, das gerne genutzt wurde.

  • Ideal für Ältere oder Menschen mit einem Handicap
  • Feste Termine mittwochs und donnerstags
  • Nächster Schritt: Ein Lastenrad für Einkäufe
  • Ähnliches Projekt in Castrop-Rauxel
  • DigiQuartier läuft aus – Ehrenamtliche machen weiter

Regelmäßige Touren am AWO-Wohnheim

Einfach anrufen, Termin abstimmen und sich auf einen Ausflug an der frischen Luft freuen. Für die Bewohner des AWO-Wohnheims in Wulfen ist das bereits eine schöne Routine geworden. Aber natürlich steht der kostenlose Service generell für ältere und bewegungseingeschränkte Menschen zur Verfügung. Die größte Hürde zum Termin besteht darin, dass nur eine Rikscha zur Verfügung steht. Auch die Anzahl der Fahrer ist begrenzt. Derzeit konzentrieren sich die Touren auf mittwochs und donnerstags. So geht es donnerstags regelmäßig zum Pfarrsaal von St. Barbara zum Senioren-Frühstück. Sonntags werden auch Fahrten zur Kirche angeboten.

Eine Fahrt an der frischen Luft. Mit dem E-Rikscha ein Genuss. Foto: Ralf Meier

Doch natürlich kann man auch sein Wunschziel äußern. Hoch im Kurs steht dabei eine Tour um den See oder an vertraute Orte aus der Vergangenheit, z. B. den ehemaligen Wohnort. Jeweils zwei Personen können gleichzeitig befördert werden. Eine von ihnen kann auf dem Parallel-Tandem sogar mit in die Pedale treten. Das ist allerdings keine Pflicht. Immerhin können der jeweilige Fahrer oder die Fahrerin bei Bedarf auch das Akku dazuschalten. Ein ähnliches Projekt läuft derzeit auch in Castrop-Rauxel.

Das Projekt „DigiQuartier“

Das Team „Rad & Tat Barkenberg“ ist ein Teil des Projekts „DigiQuartier“ im Kreis Recklinghausen. Die Mittel werden durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Im Rahmen des Projekts haben sich engagierte Ehrenamtliche zu „Rad & Tat Barkenberg“ zusammengefunden, um ältere und bewegungseingeschränkten Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.

Ende August läuft das Projekt aus. Doch „Rad & Tat Barkenberg“ bleibt dem Modellquartier Wulfen erhalten. Die beteiligten Männer und Frauen haben sich für die Zukunft noch so einiges vorgenommen. Als Nächstes steht die Anschaffung eines Lastenrades auf dem Plan. Das soll u.a. genutzt werden, um Einkäufe für Menschen zu erledigen, die dabei Unterstützung benötigen.

Da alle Beteiligten ehrenamtlich arbeiten, ist jede finanzielle Unterstützung natürlich sehr willkommen. Aber auch persönliches Engagement ist gefragt.

Wenn Sie „Rad & tat Barkenberg“ unterstützen möchten, können Sie dies über das Spendenkonto des Fördervereins proGHW e.V. tun:

Kontoverbindung:
Förderverein proGHW
IBAN DE94424614350936500600
BIC GENODEM1KIH
Verwendungszweck: Barki
Eine Spendenquittung gibt es ab 10,00 Euro.

Weitere Infos gibt es hier: www.unser-quartier.de/radundtat-barkenberg

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