Der frühere Direktor des Gymnasiums Petrinum ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Als Schulleiter, Ratsherr und Zeitzeuge der Kommunalen Neuordnung hat Bernhard Sporkmann Dorsten über Jahrzehnte geprägt.
Dorsten trauert um Bernhard Sporkmann. Der langjährige Direktor des Gymnasiums Petrinum ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Mit den Angehörigen trauern Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten um einen Mann, der in der Bildungslandschaft, in der Lokalpolitik und im gesellschaftlichen Leben der Stadt bleibende Spuren hinterlassen hat.
Besonders eng verbunden war Bernhard Sporkmann mit dem Gymnasium Petrinum. Dort wirkte er zunächst als stellvertretender Direktor, später als Leiter der Schule. In seine Dienstzeit fiel ein prägender Abschnitt der Schulgeschichte: der Umzug von der Bochumer Straße in das neue Gebäude auf Maria Lindenhof. Unter seiner Leitung öffnete sich das städtische Gymnasium zudem stärker international. Verschiedene Austauschprojekte wurden etabliert und prägten das Profil der Schule nachhaltig.
Engagement weit über die Schule hinaus
Neben seiner Arbeit als Pädagoge engagierte sich Sporkmann früh in der Kommunalpolitik. Der Christdemokrat gehörte bereits ab 1967 der damaligen Stadtvertretung an. Nach der Kommunalen Neuordnung war er von 1975 bis 1984 Mitglied des Rates der „neuen“ Stadt Dorsten.
Sein politisches Themenspektrum war breit. Als Lehrer brachte er sich im Schulausschuss ein, gehörte aber auch Ausschüssen für Bauen, Wahlen, Stadtentwicklung und Planung an. Als sachkundiger Bürger blieb er dem Schulausschuss noch bis 1999 verbunden. Für sein Wirken im Rat wurde Bernhard Sporkmann mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet.
Auch parteipolitisch spielte er in Dorsten eine wichtige Rolle. Nach der Kommunalen Neuordnung war Sporkmann erster Vorsitzender des neu gegründeten Stadtverbandes der CDU. Noch im vergangenen Jahr nahm er als Zeitzeuge an einem Forum teil, das an den Zusammenschluss der elf Stadtteile zur heutigen Stadt Dorsten erinnerte.
„Ein Lehrer im besten Sinne“
Bürgermeister Tobias Stockhoff würdigt Bernhard Sporkmann als Persönlichkeit, die weit über ihre berufliche Funktion hinaus gewirkt habe. „Bernhard Sporkmann war ein Lehrer im besten Sinne. Fakten prüfen und klug analysieren – das vermittelte er Schülern und lebte dieses kritische Denken auch vor. Sein scharfer Verstand machte ihn zu einem geschätzten Ratgeber und sein feiner Humor zu einem Mann, dem man gerne zuhörte“, so Stockhoff.
Sporkmanns christliches Weltbild sei von tiefer Menschlichkeit geprägt gewesen, der er auch als Mitglied der Lions Raum gegeben habe. Dem Gymnasium Petrinum sei er nach seinem Ruhestand bis zuletzt verbunden geblieben. Wann immer es ihm möglich gewesen sei, habe er Treffen früherer Abiturienten und die großen Ehemaligentreffen der Schule besucht.
„Als Lehrer und Schulleiter hat er die Bildungslandschaft in Dorsten und Generationen von Schülern auf ihrem Weg ins Leben mitgeprägt“, betont Stockhoff.
Dankbares Andenken
Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten werden Bernhard Sporkmann nach Angaben der Stadt in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren. Das Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, insbesondere seiner Frau Martha, mit der er über 60 Jahre verheiratet war.




























