Ein neuer Kindergarten für den Dorstener Norden

72 Kita-Plätze sollen auf dem Gelände der ehemaligen Laurentiusschule entstehen. (Symbolbild)

Die Stadt Dorsten will auf dem Gelände der ehemaligen Laurentiusschule Betreuungsplätze für 72 Kinder schaffen. Die KiTa soll 2024 fertig sein und von der evangelischen Kirche betrieben werden.

Die Stadt hält offenbar an ihrem Konzept fest, die Betreuungsplätze für Kindergartenkinder sukzessive weiter auszubauen. Und sie muss es auch. Denn für Lembeck und Rhade wird bis 2027 ein Bedarf von 109 Plätzen (53 für Kinder über drei Jahren, 56 für Kinder unter drei Jahren) prognostiziert. Aktuell gibt es nur in Rhade eine Gruppe mit einem Betreuungsangebot für zehn Kinder unter zwei Jahren. Viel zu wenig für den Bedarf im Dorstener Norden.

72 Plätze könnten nun also auf dem Gelände der ehemaligen Laurentiusschule entstehen. Und die sollen sich in vier Gruppen wie folgt aufteilen:

• 2 mal Gruppenform I: 6 Kinder U3 und 14 Kinder Ü3

• 1 mal Gruppenform II: 10 Kinder U3

• 1 mal Gruppenform III: 22 Kinder Ü3

Zwei Architektenbüros haben zu dem Bauvorhaben eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Diese wird jetzt erstmalig dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt. Endgültig entscheiden soll darüber dann der Stadtrat Ende Februar.

Synergien nutzen und Charakter beibehalten

Die Pläne sehen entweder einen Teilabriss des Schulgebäudes und einen KiTa-Neubau an der Schulstraße oder einen Umbau zu einem zweigeschossigen Kindergarten vor. In beiden Fällen sollen die anderen Gebäudeteile zukünftig durch eine Großtagespflege, die Lembecker Porte und mehrerer Lembecker Vereine genutzt werden.

„Vielfältige Synergien“ verspricht sich die Stadt von dieser neuen Nachbarschaft. Außerdem werde so der „ortsbildprägende Charakter“ des Gebäudes beibehalten, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Aber nicht nur Lembeck profitiere von dem Standort. Der sei nämlich „durch seine verkehrsgünstige Anbindung ebenfalls für die Versorgung des Stadtteils Rhade erreichbar“.

Tagespflege weiter ausbauen

Aber auch mit der neuen KiTa wird der prognostizierte Betreuungsbedarf nicht komplett gedeckt. Deshalb soll, so sehen es die Planungen vor, auch „das Angebot der Tagespflege mit derzeit 17 Plätzen voraussichtlich weiter ausgebaut und gegebenenfalls die Gruppe in der evangelischen Kirche Heilig Geist vorübergehend weiter vorgehalten werden“.