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EindeutigZwei: Wulfener Podcaster auf Erfolgskurs

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Titelbild: Canva

Mehr als ein Jahrzehnt gehörte der tägliche Marihuana-Konsum für die beiden Wulfener Frank Hartl und Fabian Penders wie selbstverständlich zum Leben dazu. Noch im Dezember vergangenen Jahres sah Frank keinen Grund für einen Entzug. Das änderte sich schlagartig, als die beiden auf einen Beitrag von „funk“ aufmerksam wurden, der dazu aufforderte, konkrete Konzepte für einen potenziellen Podcast einzureichen.

Podcast auch als Therapie

Für Frank und Fabian, der schon immer mit dem Gedanken an eine Tätigkeit beim Rundfunk oder als Synchronsprecher geliebäugelt hatte, war sofort klar: Da machen wir mit! Das Thema lag auf der Hand. Der Abschied vom Kifferleben. Seit Jahresbeginn haben die beiden sich über Spotify und die begleitenden Social-Media-Kanäle eine richtige Fangemeinde aufgebaut und sind überzeugt davon, dass die Begeisterung für den Podcast sie über die erste Phase der Abstinenz getragen hat.

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Die wachsende Zahl ihrer Zuhörerinnen und Zuhörer weiß die Authentizität des Podcast zu schätzen. Frank und Fabian beschreiben die Aufnahmen, die jeweils sonntags um 17:00 Uhr unter „EindeutigZwei“ ausgestrahlt werden, nicht umsonst auch als Therapiestunde.

Depressionen mit Marihuana unterdrückt

„Wir haben unsere Depressionen jahrelang mit der Droge unterdrückt und verdrängt, statt das Grundproblem anzugehen“, gesteht Frank rückblickend. Heute gehen sie völlig offen damit um. Nicht nur in ihrem Podcast, sondern auch im Alltag. Das war anfangs nicht immer einfach. Fabian erinnert sich an die Zeit, als er erfuhr, dass die Familie seiner Freundin zum regelmäßigen Zuhörerkreis zählt: „Das war schon merkwürdig.

In unserem Podcast besprechen wir ja ziemlich persönliche Dinge.“ Doch die Reaktionen waren durchweg positiv. Oft gehört der Vater seiner Freundin zu den ersten, die einen Kommentar zu einem neuen Beitrag hinterlassen. Auch Frank, der in den zurückliegenden Monaten einen Depression-Knigge mit Tipps für Betroffene und deren soziales Umfeld erstellt hat, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Wir sind sogar schon in einem Supermarkt auf unseren Podcast angesprochen worden. Das ist ein ziemlich motivierendes Gefühl.“

Nach aktuell 21 Folgen sehen sich die beiden daher nicht am Ende, sondern erst am Anfang. Von den anfänglichen Erfahrungsberichten entwickelt sich der Podcast langsam in Richtung mentale Gesundheit. An Themen wird es Frank und Fabian daher auch in Zukunft nicht mangeln. Nur mit einem Thema haben sie komplett abgeschlossen. Die Joints am Silvesterabend sollen definitiv die letzten in ihrem Leben gewesen sein.

Der Podcast von Frank und Fabian ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Zu finden unter dem Namen:

Jetzt anhören: EindeutigZwei – Begegnung mit Suchtpotenzial

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