StartFreizeitSportEisstockschießen ohne Eis: Der 1. AEV trainiert auf Asphalt

Eisstockschießen ohne Eis: Der 1. AEV trainiert auf Asphalt

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Haben Sie Ende des letzten Jahres bei den Eisstockmasters auf dem Dorstener Marktplatz mitgekämpft oder die Teams angefeuert? Können Sie es kaum erwarten, bis es im November und Dezember wieder so weit ist? Um bis dahin fit und im Training zu bleiben, können Sie beim 1. AEV das ganze Jahr über den Eisstock Richtung Daube schieben.

„Die Idee des Eisstockvereins entstand im Freundeskreis vor vier Jahren“, erzählt mir Sven Hecker, der erste Vorsitzende des Vereins. „Wir haben an den Eisstockmasters teilgenommen und dabei den Spaß an diesem Volkssport entdeckt.“ In Österreich hat sich diese Idee dann weiterentwickelt. „Der örtliche Eisstockverein lud uns ein, mitzuspielen, was wir natürlich gerne annahmen“, erinnert er sich.

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Das Stockschießen auf Asphalt gefiel den vier Freunden damals so gut, dass sie sich eigene Eisstöcke anfertigen ließen und zwei Jahre lang hin und wieder im Bürgerpark Maria Lindenhof für sich spielten. Dass die Freunde auch in unterschiedlichen Teams bei den Eisstockmasters vertreten waren, versteht sich hierbei sicherlich von selbst. In einer Bierlaune wurde der Plan geschmiedet, einen eigenen Verein zu gründen. Bis zum August 2024 konnten drei weitere Dorstener Freunde für diesen Sport begeistert werden und die Mindestanzahl für eine Vereinsgründung war damit erreicht.

Die Geburtsstunde des 1. AEV

„Mitte Januar 2025 war es dann nach viel ‚Schriftkram‘ so weit: Unser Verein wurde als 1. Asphalt- und Eisstockverein ins offizielle Vereinsregister eingetragen“, freut sich Sven, und Andre Schult, zweiter Vorsitzender, ergänzt: „Wir haben viel Zeit und Arbeit in die Werbung gesteckt, aber wir wurden auch zum Glück von den Medien und in den sozialen Medien super unterstützt. So sind wir mittlerweile stolz darauf, 50 Mitglieder in unserem Verein begrüßen zu können.“

1. AEV Eisstockverein
Präzision und Konzentration sind gefragt. Foto: privat

17.000 Pflastersteine vor dem ersten Wurf

Vor diesem Erfolg stand jedoch zuerst einmal die Muskelkraft der Mitglieder sowie deren Partner BWR GmbH aus Schermbeck, der das benötigte Handwerkszeug sowie die Maschinen zur Verfügung stellte. Sie demontierten die ehemalige Beach-Volleyball-Anlage auf dem Sportgelände des SV Hardt, um im Anschluss in sechs Wochen, sprich 600 Arbeitsstunden, 17000 Pflastersteine für die drei jeweils 30 Meter langen Bahnen der „Vereinte-Volksbank-Eisstockarena“ zu verlegen.

Ohne Sponsoren wäre das Eisstockschießen nicht möglich

„Ohne die Vereinte Volksbank als unseren Sponsor, sowie durch die finanzielle Spritze Jörn Moldenhauers und die Sportpauschale der Stadt Dorsten, wäre dieses Vorhaben gar nicht möglich gewesen“, bedankt sich Sven noch einmal. „Durch das Vereinte Volksbank Eisstockmasters haben wir bereits eine enge Verbundenheit mit diesem Sport“, erklärt mir Volksbank-Marketingleiter Ralf Bröker: „Da der 1. AEV nun das ganze Jahr diese tolle Freizeitaktivität möglich macht, sind wir gerne diese enge Partnerschaft mit dem Verein eingegangen.“

Die neuen Bahnen wurden gut angenommen, das zeigt auch die stattliche Anzahl der aktiven Mitglieder. „Es macht Spaß, hier zu trainieren, und ich würde mich freuen, wenn noch ein paar mehr Frauen zu uns stoßen würden“, erwähnt Andrea Dober, die sich im Verein sehr wohl fühlt.

„Auf den neuen Verein wurde auch der Landeseissportverband aufmerksam und ermunterte uns dazu, eine Bundesligamannschaft aufzustellen oder als Ausrichter für Verbands- und Bundesligaturniere zu fungieren“, betont Sven, der sich am Anfang seiner Vereinsarbeit drei Ziele setzte: mindestens 50 Mitglieder, eine eigene Bahn sowie einen eigenen Cup der Vereine. Die ersten beiden Ziele haben sich bereits erfüllt, den ersten „Vereinte Volksbank Eisstockcup der Vereine“ richten die Organisatoren am 27. und 28. Juni 2026 aus. „Alle Dorstener Vereine werden dazu angeschrieben, teilnehmen können jedoch nur 32 Teams mit max. sechs Spielern“, bedauert er.

Nächstes Ziel: Eine eigene Vereinshütte

Die nächsten Bauabschnitte wie der Bau von Banden und einer Vereinshütte im Alpenstil sind bereits in Planung und sollen zeitnah starten. Hierfür suchen die Mitglieder noch tatkräftige Unterstützer, die den jungen Verein mit Material- oder Geldspenden, aber auch mit Manpower unter die Arme greifen.
Die Trainingszeiten sind mittwochs ab 18:30 Uhr, sonntags ab 15 Uhr, Ende offen. Neue Mitspieler sind herzlich willkommen.

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