Vor einigen Tagen lud der mittlerweile aufgelöste Männer-Gesangs-Verein „MGV Liederkranz 1946 Wulfen e.V.“ Vertreter des „Heimatbund der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten e.V.“ sowie des „Heimatverein Wulfen 1922 e.V.“ zu einem gemütlichen Grillnachmittag auf den Hof Rentmeister im Strock ein.
Obwohl der Chor offiziell nicht mehr besteht, treffen sich die Mitglieder weiterhin regelmäßig, um ihre langjährige Freundschaft zu pflegen. Mit dabei war auch der letzte Chorleiter Sergey Myasoedov, der den MGV von 2012 bis 2023 musikalisch leitete.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Übergabe einer reich bebilderten Vereinschronik. Der ehemalige 1. Vorsitzende Werner Henkel überreichte die Chroniken an die beiden Heimatvereine mit der Bitte, diese im Archiv zu bewahren.
Helmut Richter vom Heimatbund bedankte sich herzlich für die Spende und versicherte, dass die Chronik – wie zahlreiche andere Dokumente – im Archiv im Keller der Montessori-Schule einen sicheren Platz findet. Interessierte können die Sammlung zu den regelmäßigen Öffnungszeiten mittwochs von 10 bis 12 Uhr einsehen.

Auch Johannes Krümpel, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen, sowie Max Schürmann, Sprecher der Archiv- und Geschichtsgruppe, nahmen das Buch entgegen. Sie kündigten an, in der eigenen Sammlung weiter nach Unterlagen zum MGV zu forschen und diese gemeinsam mit der Chronik zu archivieren. Das Heimathaus in Wulfen bietet ebenfalls Gelegenheit, die Materialien zu besichtigen.
„Brücke in die Vergangenheit“
Im Vorwort der 122-seitigen Chronik heißt es: „Entstanden ist eine illustrierte Chronik, die sowohl Einblick in die Geschichte des MGV Wulfen gewährt als auch historische Momente darstellt, und bietet einen Überblick über das Wirken des MGV in Verbundenheit mit Traditionen und Werten als eine Brücke in die Vergangenheit.“
Über Jahrzehnte hinweg habe der Chor mit seinem Liedgut zahlreiche Veranstaltungen und Feiern bereichert. „Möge diese kleine Chronik ihren Teil dazu beitragen, die Geschichte des leider verstummten MGV Liederkranz 1946 Wulfen nicht zu vergessen“, lautet der abschließende Satz des Buches.
Für die Erstellung der Chronik sichteten mehrere Mitglieder in den vergangenen zwei Jahren rund 270 Bilder und Dokumente und wählten schließlich die Inhalte für das Werk aus. Wer Interesse an einem Exemplar hat, kann sich an Werner Henkel oder an Mitglieder des ehemaligen Vereins wenden.




























