Schmierereien und illegales Graffiti sind ein ständiges Ärgernis für die Stadt Dorsten. Die Beseitigung kostet die Allgemeinheit viel Geld. Erst vor drei Wochen waren Infotafeln an der Kanalpromenade Ziel von Sprayern geworden. Nun kam es erneut zu Sachbeschädigungen.
Sitzbänke, Infotafeln und Schilder wurden dabei von dem oder den Sprayern mit Sprühfarbe beschädigt. Wieder müssen die Verunreinigungen aufwändig entfernt werden. Mit diesem Ärgernis ist Dorsten nicht allein: Bundesweit entstehen nach Schätzung des Deutschen Städtetages jedes Jahr rund 200 Millionen Euro Schaden durch illegale Schmierereien.
Illegales Graffiti ist eine Straftat
Die Polizei betont, dass sich die oft jugendlichen Täter über die Konsequenzen meist nicht klar sind.
Fakt ist:
- illegale Graffiti sind Sachbeschädigungen,
- der Verursacher macht sich schadenersatzpflichtig
- und wird strafrechtlich verfolgt.
Auch schon Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren drohen dabei heftige Strafen. Neben dem Schadensersatz können Arbeitsauflagen oder sogar Haft verhängt werden. Bis zu 30 Jahre lang können die Verursacher für Schmierereien haftbar gemacht werden. Auch den Eltern drohen Strafen wegen der Verletzung ihrer Aufsichtspflicht (mehr dazu bei der Polizei hier).
Stadt Dorsten zahlt Belohnung für Zeugen
1000 Euro Belohnung zahlt Dorsten für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung von Menschen führen, die städtische Gebäude beschädigen. Dazu zählen nicht nur illegale Graffiti, sondern auch Vandalismus, Zerstörung von Scheiben oder vergleichbare Sachbeschädigungen.
Wenn ein Täter durch einen Hinweis eine rechtskräftige Verurteilung wegen Sachbeschädigung oder vergleichbarer Delikte erhält, bekommt der Hinweisgeber die ausgelobte Belohnung. Für sachdienliche Mitteilungen wird kurzfristig schon jetzt die E-Mail-Adresse [email protected] eingerichtet.
Schmierereien können für die Täter sehr teuer werden
Auf rechtskräftig verurteilte Schmierfinken wartet übrigens noch eine weitere unangenehme Überraschung. So wird die Stadt Dorsten konsequent die Reinigungskosten geltend machen für alle Schmierereien, die zugeordnet werden können. „Dabei können schnell fünfstellige Beträge fällig werden“, warnt die Stadtverwaltung.




























